Absteiger sortiert aus

Dynamo Dresden verabschiedet gleich 17 Spieler auf einmal

Routinier Chris Löwe ist nun vertragslos. Es könnte für ihn das Karriereende sein.

Routinier Chris Löwe ist nun vertragslos. Es könnte für ihn das Karriereende sein.

Dresden. Dynamo Dresden zieht Konsequenzen aus der verkorksten Zweitliga-Saison, die mit dem Abstieg nach der gegen den 1. FC Kaiserslautern verlorenen Relegation ein bitteres Ende fand. Für gleich 17 Profis der Schwarz-Gelben bedeutet der Abstieg – Stand jetzt – das Ende ihres Engagements bei der Sportgemeinschaft. Nicht alle Spieler gehen freiwillig, nicht alle können sich über interessante Angebote anderer Vereine freuen. Ein Großteil der Mannschaft muss gehen, weil der Verein viele Spieler nicht mehr braucht oder sie sich finanziell nicht mehr leisten kann oder will. Für einige Profis könnte das Aus bei Dynamo auch das Karriereende sein.

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Chris Löwe

Drei Jahre lang war Löwe eine Bank bei Dynamo. Der Vogtländer kam von Huddersfield Town nach Dresden, machte hier 67 Pflichtspiele, in denen er meist überzeugte. Dass der Linksverteidiger hier zweimal absteigen musste, ist für den 33 Jahre alten Plauener tragisch. Mit ihm verliert Dynamo eine Identifikationsfigur.

Patrick Wiegers

Der Torwart war acht Jahre lang bei Dynamo unter Vertrag, keiner aus der aktuellen Mannschaft war länger im Profikader. Der 32-jährige Deggendorfer kam mit 24 vom SSV Jahn Regensburg zur Sportgemeinschaft, erlebte wie kein Zweiter Höhen und Tiefen in Dresden mit. Wiegers war meist Ersatzkeeper, kam nur auf 27 Einsätze, doch er war stets ein echter Teamplayer.

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Kevin Broll

Der Stammtorwart war in den letzten Jahren unangefochten die Nummer 1 zwischen den Pfosten. Der 26-Jährige bestritt 108 Pflichtspiele, 34 Mal kassierte er dabei kein Gegentor. Der Mannheimer soll im Fokus von Arminia Bielefeld stehen.

Kevin Ehlers

Der Innenverteidiger schaffte es aus dem Dynamo-Nachwuchs bis in die 2. Bundesliga, erhielt 2020 die Fritz-Walter-Medaille in Silber. Der 21-Jährige war U20-Nationalspieler, ihm wurde eine große Zukunft prophezeit. Doch in dieser Saison war er lange verletzt.

Sebastian Mai

Für „Basti“ war sein erstes Zweitliga-Jahr kein gutes. Dabei war der gebürtige Dresdner als Kapitän in die Saison gestartet, hatte gleich bei seinem Debüt beim 2:0 gegen Hannover als Joker sein erstes Tor im Bundesliga-Unterhaus geköpft. Doch richtig zum Zuge kam der 28-Jährige sonst nicht, Krankheiten und Verletzungen warfen den 1,95 Meter großen Innenverteidiger aus der Bahn, Träume platzten jäh.

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Justin Löwe

Der Mittelfeldspieler ist seit 2010 im Verein und mittlerweile 23 Jahre alt, doch eine tragende Rolle in der Mannschaft hat er nie spielen dürfen. „Leo“ kam in dieser Saison zu keinem Pflichtspieleinsatz, füllte nur achtmal die Bank auf.

Michael Sollbauer

Der Österreicher kam im vergangenen Sommer vom FC Barnsley, wurde schnell Stammspieler. Der Innenverteidiger bestritt 37 Partien in dieser Saison, stand 3239 Minuten auf dem Platz – mehr als jeder andere. Jetzt ist seine Rückkehr nach Österreich wahrscheinlich, Austria Klagenfurt soll Interesse zeigen.

Agyemang Diawusie

Vom FC Ingolstadt kam er nach Dresden, um seine Profikarriere in Schwung zu bringen, aber Agyemang Diawusie schaffte es in zwei Jahren in Dresden nicht, wirklich auf sich aufmerksam zu machen. Vier Vorlagen in 44 Pflichtspielen sind eine magere Bilanz für einen Außenbahnspieler.

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Heinz Mörschel

Der Ex-Uerdinger hat eigentlich einen guten Schuss, doch er konnte sein Potenzial in dieser Saison zu selten abrufen. Immerhin traf er dreimal in dieser Spielzeit, insgesamt in 46 Pflichtspielen für Dynamo seit Januar 2021 zehnmal.

Brandon Borrello

Der Australier kam im Juli 2021 vom SC Freiburg an die Elbe. 18 Spiele in der 2. Liga und im DFB-Pokal durfte er machen, fehlte aber lange wegen eines Mittelfußbruchs. Insgesamt konnte er bei Dynamo keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Panagiotis Vlachodimos

Für den Deutsch-Griechen war Dynamo keine wirklich gute Station. Der 30-Jährige, der vor zwei Jahren aus Großaspach gekommen war, kam nicht mit jedem Trainer zurecht. Am 7. Spieltag dieser Saison riss er sich beim 0:1 in Darmstadt das Kreuzband, war so lange weg.

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Anton Mitryushkin

Der Russe wurde als Ersatz für den verletzten Patrick Wiegers geholt. Er kam im Sommer vorigen Jahres aus der 2. Mannschaft von Fortuna Düsseldorf, durfte fünfmal ins Tor, als Kevin Broll zu Jahresbeginn verletzt war. Die ersten 20 Minuten am 6. Februar beim 1:4 gegen Rostock wird er nicht vergessen.

Guram Giorbelidze

Der kleine Georgier spielte zuletzt unter Trainer Guerino Capretti in der Startelf, doch sein auslaufender Leihvertrag mit dem Wolfsberger AC wird nicht verlängert. So geht der Kaukasier erst einmal zurück nach Österreich.

Vaclav Drchal

Der 22 Jahre alte Tscheche wurde im Winter von Sparta Prag ausgeliehen, doch außer in der Vorbereitung (zwei Tore beim 5:0 gegen Aue) konnte der Blondschopf selten überzeugen.

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Antonis Aidonis

Der Grieche wurde im vergangenen Sommer verpflichtet, doch in der Abwehr konnte sich der 21-Jährige nicht durchsetzen. Er kehrt nun nach zwölf Pflichtspielen zum VfB Stuttgart zurück.

Adrian Fein

Eine Verstärkung für die Dresdner war auch der 23-Jährige nicht, den Dynamo im Januar von Bayern München ausgeliehen hatte. Der Mittelfeldspieler absolvierte wegen einer Corona-Infektion, Krankheiten und Verletzungen kein einziges Spiel für die Schwarz-Gelben. Von ihm hatte man sich sicher viel mehr versprochen.

Marius Liesegang

Ersatztorwart Marius Liesegang kam im Winter von der U23 des FSV Mainz 05. Sechsmal war er im Kader, gespielt hat er nie.

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Von Jochen Leimert

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