Todesfall

Dynamo Dresden trauert um Wolfgang Haustein

Wolfgang Haustein war in den 1960ern eine feste Größe und holte noch 1970/71 mit den Dynamos das erste Double im DDR-Fußball.

Wolfgang Haustein war in den 1960ern eine feste Größe und holte noch 1970/71 mit den Dynamos das erste Double im DDR-Fußball.

Dresden. Erneut betrauert Dynamo Dresden eine seiner Fußball-Legenden. Wie der Verein bestätigte, ist Wolfgang Haustein am Donnerstag im Alter von 80 Jahren verstorben. Vielleicht auch, weil er es nicht in die DDR-Auswahl schaffte, galt der gebürtige Marienberger nicht als jemand aus der ersten Reihe und wurde auch nie Ehrenspielführer. Seine großen Verdienste für die Sportgemeinschaft, ob als Spieler oder als Trainer, sind dennoch unbestritten.

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„Wolfgang Haustein holte mit unserer SGD das erste Double in der Geschichte des DDR-Fußballs. Aber nicht nur als Sportler bleibt er fest in unserer Erinnerung, auch nach seiner aktiven Karriere hat er dem Verein die Treue gehalten und als Trainer die hervorragende Nachwuchsarbeit der 1970er- und 80er Jahre entscheidend mitgeprägt. Die Sportgemeinschaft verliert einen ganz besonderen Sportler und Menschen. Unsere Gedanken sind bei all jenen, die Wolfgang Haustein besonders nahestanden“, wurde Dynamo-Präsident Holger Scholze in einer Vereinsmitteilung zitiert.

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Gut, dass der aus dem Erzgebirge stammende Haustein seine ursprünglichen Pläne, Skispringer zu werden, wieder verwarf. Im Jahre 1959 als Mittelstürmer von Aufbau Klingenthal zu Dynamo gewechselt, schulte er zum Verteidiger um und war 1962, 1964 und 1969 an allen drei Oberliga-Aufstiegen der SGD beteiligt – auch wenn es zwischendrin zweimal wieder herunterging. Auch stand er neben Klaus Sammer im allerersten Europapokalspiel der Vereinsgeschichte auf dem Rasen: am 20. September 1967 bei dem 1:1 gegen die Glasgow Rangers.

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Nach 315 Pflichtspielen für die Schwarz-Gelben beendete er 1973 seine aktive Karriere, arbeitete anschließend als Trainer. Mit der zweiten Mannschaft gelang ihm 1984 der Aufstieg in die DDR-Liga, bis 1988 war er Co-Trainer der ersten Mannschaft unter Ede Geyer.

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