Hinrundenabschluss

Dynamo Dresden dreht in Oldenburg das Spiel und siegt 3:1

Dynamos Ahmet Arslan jubelt nach dem Ausgleich zum 1:1. Es war sein erstes von zwei Toren in diesem Spiel.

Dynamos Ahmet Arslan jubelt nach dem Ausgleich zum 1:1. Es war sein erstes von zwei Toren in diesem Spiel.

Oldenburg/Dresden. Zum Abschluss der Hinrunde hat Dynamo Dresden noch den siebenten Saisonsieg erkämpft. Nach einer lange enttäuschenden Vorstellung beim Aufsteiger VfB Oldenburg gewannen die Profis von Trainer Markus Anfang am Sonntagnachmittag an der Hunte mit 3:1 (0:1) und verbesserten sich auf den achten Tabellenplatz. In Niedersachsen drehten die Obersachsen einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen Sieg um: Ahmet Arslan (64./82.) und Dennis Borkowski (71.) rissen die Partie mit ihren Toren noch aus dem Feuer.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Conteh und Hauptmann fallen aus

Die Gäste aus Dresden fanden vor 8528 Zuschauern im Marschweg-Stadion einen überraschend guten Platz vor, den die Gastgeber mit viel Mühe und der Zuhilfenahme von Abdeckfolie aus dem Erdbeeranbau vor den größten Witterungseinflüssen bewahrt hatten. Nicht so gut fanden die Schwarz-Gelben, dass sie mit Christian Conteh (muskuläre Probleme) und Niklas Hauptmann (Magen-Darm-Beschwerden) zwei ihrer Kreativkräfte nicht einsetzen konnten. Anfang vertraute dafür Jonathan Meier und Michael Akoto, ansonsten ließ er die Startelf vom 1:1 gegen den SV Meppen spielen.

Ex-Dynamo Möschl hochmotiviert, aber nicht ganz fair

Einen selbstbewussten Auftakt erlebten die Zuschauer aber nur von der Heimelf, die rasch die Initiative übernahm und Dynamo unter Druck setzte. Angetrieben von Ex-Dynamo Patrick Möschl, der über die rechte Seite immer wieder auf Max Kulke zulief und von dort Akzente setzte, hatten die Oldenburger auch die erste Chance. Nachdem Möschl Kulke überlistet hatte, sah er in der Mitte Kamer Krasniqi und der zog ab, konnte aber noch von Jakob Lewald geblockt werden (14.). Drei Minuten später täuschte Möschl ein Foul von Kulke vor, ließ sich nahe der Eckfahne fallen und bekam den Freistoß. Christopher Buchtmann, der Winter-Neuzugang des VfB, trat an und traf direkt unter die Latte, weil Stefan Drljaca sich verschätzte (17.).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Ex-Dynamo Patrick Möschl (l.) will sich an Jonathan Meier vorbei ins Offensivspiel der Oldenburger einschalten.

Ex-Dynamo Patrick Möschl (l.) will sich an Jonathan Meier vorbei ins Offensivspiel der Oldenburger einschalten.

Drljaca steht beim Gegentor falsch

Nach seinem Fehler konnte Drljaca den nächsten Schuss der Gastgeber parieren, als er Möschls Versuch aus spitzem Winkel abwehrte (26.). Von Dynamo indes kam viel zu wenig, nach vorn ging kaum etwas. Erst in der 33. Minute hatten die Sachsen die erste Chance, als Akoto auf Ahmet Arslan spielte, der Akaki Gogia bediente. Der Georgier schloss ab, scheiterte aber an Sebastian Mielitz im VfB-Tor. Es blieb die einzige Offensivaktion der Dresdner bis zur Pause, während der VfB noch was Derartiges zu bieten hatte. Krasniqi schoss aber nach einem von Kulke zu kurz abgewehrten Ball links an Drljacas Gehäuse vorbei (38.).

Weinberg gibt zu: Möschl hat getrickst

In der Pause räumten die Oldenburger ein, das sie bei der Entstehung des 1:0 Glück gehabt hatten. Michael Weinberg, der Geschäftsführer des VfB, sagte bei Magentasport zur Schwalbe Möschls: „Man sieht, dass er nicht berührt wurde. Trotzdem ist das 1:0 nicht ungerecht.“ Eine Aussage, der man schwer widersprechen kann, wenn man Spielanteile und Chancen beider Mannschaften in den ersten 45 Minuten vergleicht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Oldenburgs Kamer Krasniqi (l.) und der Dresdner Michael Akoto kämpfen um den Ball.

Oldenburgs Kamer Krasniqi (l.) und der Dresdner Michael Akoto kämpfen um den Ball.

Anfang wechselt, Arslan trifft zum 1:1

Dass etwas passieren musste, das merkte auch Dynamos Trainerteam. Anfang schickte die erfahrenen und robusten Führungsspieler Stefan Kutschke und Tim Knipping auf den Platz, nahm Claudio Kammerknecht und Akaki Gogia raus. Und das zeigte Wirkung, denn Dynamo kam nun besser in die Partie, verlagerte das Geschehen mehr und mehr in die Hälfte der Blau-Weißen. In der 64. Minute wurden die Bemühungen der Dresdner belohnt, als Akoto den Ball von der linken Seite nach innen chippte und Arslan die Kugel ins Netz drosch. Es war das neunte Saisontor für den Leihspieler von Holstein Kiel, den mit Abstand besten Torschützen der SGD.

Borkowski macht nach Zuspiel von Arslan das 2:1

Und diesmal lehnten sich die Dresdner – anders als gegen Meppen – nicht nach einem Torerfolg zurück, sondern marschierten weiter nach vorn. Nach einem weiten Abwurf Drljacas kam der Ball bei einem Konter zu Arslan, der den links mitgelaufenen Dennis Borkowski sah. Das Zuspiel passte, „Denno“ schloss zum 2:1 für die Gäste ab. Es war sein drittes Saisontor, das Dynamo nun noch mehr Selbstvertrauen gab. Anfang brachte jetzt auch Winter-Neuzugang Jakob Lemmer, nahm Meier vom Feld. Und Dynamo traf noch einmal, als Oldenburg nach einem Eckball die Kugel nicht aus der Gefahrenzone bekam und Arslan einen abgewehrten Ball einschoss (82.). Mit seinem zehnten Saisontreffer war der „Drops gelutscht“, das Spiel entschieden. Anfang nutzte das, um in der Schlussphase noch Mittelfeldtalent Jonas Oehmichen einzuwechseln. Der 18-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs kam so zu seinem Drittliga-Debüt. Auch Julius Kade kam noch rein, löste Akoto in der Nachspielzeit ab.

Dresdner nach dem 3:1-Sieg enorm erleichtert

Die Erleichterung bei den Dresdnern war nach dem Abpfiff riesengroß. Doppeltorschütze Arslan gestand: „Ich bin einfach froh, dass wir uns jetzt mal belohnt haben.“ Zwar habe man in der ersten Halbzeit die Zweikämpfe nicht angenommen, schlecht gespielt, in der zweiten Halbzeit aber den Schalter umlegen können und noch verdient gewonnen. Der Trainer habe in der Kabine eine klare Ansage gemacht, das habe Wirkung hinterlassen. „Ich bin da etwas lauter geworden“, gab Anfang später bei Magentasport zu. Der 48-Jährige erklärte: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt, dafür in der zweiten umso besser.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Dynamo-Fans, die viel Papier mitgebracht hatten, konnten am Ende zufrieden sein.

Die Dynamo-Fans, die viel Papier mitgebracht hatten, konnten am Ende zufrieden sein.

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen