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Schmerzen

DSC-Wasserspringer Martin Wolfram muss auf EM verzichten

Logo des Dresdner SC, für den Martin Wolfram springt.

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Dresden.Für DSC-Wasserspringer Martin Wolfram waren die letzten Tage hart. Eigentlich wollte der 26-Jährige beim Grand Prix in Bozen mitspringen, doch erneut wurde der Dresdner von seinem Körper ausgebremst. „Schon nach der langen Zugfahrt meldete sich mein Rücken und beim ersten Training ging es nur mit großen Einschränkungen. Der Versuch, die Schmerzen wegzuspritzen, hat ebenfalls nichts gebracht. Deshalb haben wir mit meinem Trainer Boris Rozenberg die Entscheidung getroffen, die EM in diesem Jahr sausen zu lassen“, verkündet der seit Jahren von Verletzungen geplagte Athlet gegenüber DNN.

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Diesmal sei es für ihn besonders schwer, denn er habe das Gefühl gehabt, auf gutem Weg zu sein. „Seit Februar hatte ich keinerlei Schmerzen mehr in meinen beiden operierten Schultern. Doch schon 2016 wurde festgestellt, dass ich einen Gleitwirbel im Rücken habe, der Probleme macht, wenn er zu viel Spielraum bekommt. Dafür muss man die kleinen Muskeln im Rücken gut trainieren, was aber seine Zeit braucht. Vor zwei Jahren hat das gut geklappt“, erzählt der Olympia-Fünfte vom Turm von Rio.

Nachdem er im Februar deutscher Hallenmeister vom Einmeterbrett geworden war – sein letzter kompletter Wettkampf in diesem Jahr – machten sich im Mai beim Grand Prix in Kanada erstmals die Rückenprobleme wieder bemerkbar. Nach einem starken Vorkampf mit Platz vier vom Dreimeterbrett konnte er den Wettkampf nicht mehr fortsetzen. „Trotzdem war ich da noch voller Hoffnung und Elan, habe alles darauf ausgerichtet, bei der EM vom Dreimeterbrett antreten zu können“, erzählt er weiter. Chefbundestrainer Lutz Buschkow ließ ihm trotz der Nichtteilnahme an den Deutschen Meisterschaften das Türchen zum Saison-Höhepunkt offen. Kommende Woche beim Nationalmannschaftslehrgang in Rostock sollte der Elbestädter einen Leistungsnachweis bringen.

Nun aber steht für den Pechvogel vor allem Physiotherapie und allgemeines Training auf dem Plan. „Ich habe wohl zu schnell wieder zu viel gewollt“, ahnt Wolfram den Grund für die erneuten Beschwerden. Aber das Handtuch werfen kommt für das ehrgeizige Steh-auf-Männchen nicht in Frage. Immer wieder hatte er sich in den vergangenen Jahren nach Rückschlägen zurück in die Weltspitze gekämpft. „Ich hoffe, dass ich jetzt Schwung holen kann für nächstes Jahr. Da findet die WM statt und dort geht es bereits um die Quotenplätze für Olympia“, gibt sich der DSC-Athlet schon wieder zuversichtlich.

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„Sicher hat es mich einige Tage gekostet, das EM-Aus zu verkraften. Doch ich werde jetzt alles daran setzen, die Rückenprobleme auszukurieren. Ich trainiere weiter, allerdings ohne Sprünge und stauchende Bewegungen. Und dann will ich wieder angreifen“, powert Wolfram, der allerdings weiß: „Ich habe jetzt das zweite Jahr in Folge beim Jahreshöhepunkt keinen Leistungsnachweis erbracht. Da wird erst einmal die Sporthilfeförderung fehlen und vielleicht auch noch die eine oder andere Unterstützung. Damit muss ich leben.“

Von Astrid Hofmann

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