Abenteuer

Claudio Kammerknecht von Dynamo Dresden spielt nun auch für Sri Lanka

Claudio Kammerknecht ist bei Dynamo Dresden Stammspieler und darf nun auch für die Auswahl Sri Lankas kicken.

Claudio Kammerknecht ist bei Dynamo Dresden Stammspieler und darf nun auch für die Auswahl Sri Lankas kicken.

Dresden. Er hatte es sich schon länger gewünscht, jetzt wird sein Traum wahr, Nationalspieler zu werden: Claudio Kammerknecht, Innenverteidiger beim Fußball-Drittligisten Dynamo Dresden, wird im WM-Jahr aber nicht etwa für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) international aktiv, sondern für Sri Lanka. Seine Mutter stammt aus dem Inselstaat im Indischen Ozean, seine Großeltern, Tanten, Onkels und Cousinen wohnen im ehemaligen Ceylon, das auf der Fußball-Bühne weltweit als Zwerg gilt. Sri Lanka rangiert in der FIFA-Rangliste auf Platz 207, nur vier Verbände (Amerikanische Jungferninseln, Britische Jungferninseln, Anguilla und San Marino) liegen noch hinter den Asiaten. Der nationale Fußballverband Sri Lankas kann die Unterstützung in Europa gut ausgebildeter Profis also sehr gut gebrauchen. Nationaltrainer Andy Morrison berief daher den 23-Jährigen erstmals in den Kader der Auswahl. Kammerknecht flog bei seiner ersten Reise als Nationalspieler nach Doha, wo er ein Trainingscamp mit der Auswahl Sri Lankas bestreiten wird. Er ist bereits in Katar gelandet, soll am kommenden Dienstag aber schon wieder in Dresden eintreffen.

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Kammerknecht in Dresden auf Anhieb Stammspieler

Der im südbadischen Sexau geborene Kammerknecht wechselte erst im vergangenen Sommer nach Dresden, zuvor hatte er beim SC Freiburg II in der Regionalliga gekickt, die Mannschaft aber als Kapitän zum Aufstieg in die 3. Liga geführt. In Dresden fand er sich sofort gut zurecht, erkämpfte sich einen Stammplatz bei Dynamo-Trainer Markus Anfang und absolvierte alle neun Ligaspiele seit Saisonbeginn. Dabei gelangen Kammerknecht sogar schon zwei Tore. Jetzt beginnt für ihn ein neues Abenteuer, doch dafür ist er gut gewappnet, denn er spricht fließend Singhalesisch, eine der Landessprachen in Sri Lanka, das als Ceylon von 1815 bis 1948 britische Kolonie war. „Kammer“, wie er in Dresden oft genannt wird, weilt auch oft auf der aktuell in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise befindlichen Urlaubsinsel, um Verwandte zu besuchen. Seine Pläne, Nationalspieler zu werden, hegte er schon länger, doch anders als die deutschen Behörden brauchten die Behörden vor Ort lange, um die dafür auch notwendigen Papiere auszustellen. Jetzt aber ist der Weg frei.

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