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Relegation

Capretti sieht Dynamo Dresden jetzt im Vorteil

Trainer Guerino Capretti kann am Dienstag mit seiner Mannschaft den Klassenerhalt noch schaffen.

Trainer Guerino Capretti kann am Dienstag mit seiner Mannschaft den Klassenerhalt noch schaffen.

Kaiserslautern. Auswärts nicht verloren, beim 1. FC Kaiserslautern ohne Gegentor geblieben – für Dynamo Dresden war das 0:0-Unentschieden im Hinspiel der Relegation zur 2. Fußball-Bundesliga ein Mutmacher für das Rückspiel am Dienstag (20.30 Uhr) im Rudolf-Harbig-Stadion. Die Freude, die Hölle der Roten Teufel unbeschadet wieder verlassen zu können, überwog bei Trainer Guerino Capretti die Enttäuschung über den erneut verpassten ersten Dynamo-Pflichtspielsieg unter seiner Ägide deutlich. „Wir haben uns mit dem 0:0 eine richtig gute Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Wir wollen im Heimspiel unser Ziel erreichen und die Klasse halten“, sagte der Coach nach der hart umkämpften, aber spielerisch faden Partie am Betzenberg. Er dankte den ca. 5000 mitgereisten Dresdner Fans für die lautstarke Unterstützung: „Das hat die Mannschaft gebraucht.“

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Capretti war froh, dass seine Truppe vor 46.179 Zuschauern der zu erwartenden Offensive des Drittliga-Dritten standhalten konnte: „Wir wussten, dass Lautern zu Beginn Druck machen würde – mit dem Stadion, mit den Fans im Rücken. Wir mussten viele, viele Phasen überstehen und wir haben sie überstanden. Unsere Abwehr hat richtig gut gearbeitet, richtig gut funktioniert. Wir haben die Wucht, die Kaiserslautern ausgeübt hat, im Griff gehabt.“ Dass im Angriff nicht viel ging, Dynamo eigentlich nur zwei Torchancen durch Christoph Daferner (42./56.) hatte, das war dem Trainer aber nicht entgangen: „Ich hätte mir gewünscht, dass unser Spiel mit dem Ball etwas sauberer vorgetragen wird.“ Manch einer seiner Profis habe zu hektisch agiert: „Man hat einfach auch gemerkt, dass der eine oder andere Spieler von mir diese Nervosität – vor allem am Anfang - nicht gänzlich ablegen konnte. Das war so ein bisschen hinderlich in unserem Spiel mit Ball.“ Je länger das Spiel angedauert habe, „desto mehr haben wir auch für das Spiel getan“, so Capretti.

Paul Will im Krankenhaus

Zweifellos war Dynamo in der zweiten Halbzeit das bessere Team, während die erste an die Gastgeber ging. Die Lauterer konnten nach dem Seitenwechsel nicht ihr hohes Tempo aus dem ersten Durchgang halten. „Da ist bei uns der Schlauch geplatzt“, räumte FCK-Trainer Dirk Schuster bei seinem Pflichtspieldebüt für die Roten Teufel ein. Er war aber zufrieden mit seiner Mannschaft, die anfangs alles probierte, um die Gäste in die Bredouille zu bringen: „Ich denke, dass wir unser Herz auf dem Platz gelassen haben. Wir sind von der ersten Minute an hohes Tempo gegangen, waren gut in den Zweikämpfen, haben defensiv von Dynamo sehr wenig zugelassen.“ Im letzten Drittel habe sie gegen die Schwarz-Gelben leider etwas „zu schlampig gespielt, nicht die richtigen Lösungen gefunden“. Auch die Standardsituationen habe man nicht wie erhofft gelöst. Dennoch glaubt Schuster, dass der Drittligist noch Zweitligist werden kann: „Wir gehen hier mit einem Ergebnis raus, was mich optimistisch stimmt. Felix Magath hat gestern gesagt: Warum sollen wir nicht in Hamburg gewinnen? Die selbe Frage stelle ich mir auch: Warum sollen wir nicht in Dresden gewinnen?“

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Offen wie der Ausgang am Dienstagabend ist auch, ob Paul Will dann bei Dynamo wieder mitspielen kann. Der Mittelfeldspieler, einst beim 1. FC Kaiserslautern ausgebildet, musste am Freitag nach 20 Minuten angeschlagen vom Platz und durch Yannick Stark ersetzt werden. Den Rückflug nach Dresden konnte Will nicht mit antreten. Capretti erklärte nach dem Spiel: „Paul ist im Krankenhaus, wird beobachtet. Er hatte eine starke Gehirnerschütterung. Ihm war schwindlig, er hat Dinge doppelt gesehen. Das hat einfach keinen Sinn mehr gehabt. Er hat es noch einmal versucht, aber wir sind da auf Nummer sicher gegangen. Er bleibt im Krankenhaus zur Beoachtung, da gehen wir gar kein Risiko ein.“

Von Jochen Leimert

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