Wintersport

Bob-Team Friedrich in Altenberg diesmal zufrieden mit Silber und Bronze

Francesco Friedrich, Thorsten Margis, Candy Bauer und Felix Straub erkämpften im Viererbob am Ende Rang zwei.

Francesco Friedrich, Thorsten Margis, Candy Bauer und Felix Straub erkämpften im Viererbob am Ende Rang zwei.

Altenberg. Mit Bronze im Zweier und Silber im Vierer hat der viermalige Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich eine Woche vor der WM im Schweizer St. Moritz die EM auf der Heimbahn in Altenberg beendet. In den vergangenen Jahren hätten diese Platzierungen des Rekordweltmeisters zu Stirnrunzeln bei allen Beteiligten geführt. Doch diesmal ist alles anders, strahlten der Pilot und seine Anschieber zufrieden in die Kameras. Denn die Generalprobe vor dem Saison-Höhepunkt hat gezeigt, nach seinem Muskelfaserriss kurz vor Silvester scheint es nun mit der erhofften Punktlandung zur WM zu klappen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Beim gleichzeitig ausgetragenen Weltcup war der 32-jährige Pirnaer mit seinem Team schon wieder deutlich näher dran an den Top-Startzeiten und auch die Bahn meisterte er gut. Im kleinen Schlitten gewann wie in der Vorwoche der deutsche Dauerrivale Johannes Lochner, auf Platz zwei kam der Schweizer Michael Vogt. Und dass EM-Bronze sogar ein gutes Omen für die WM sein könnte, erwähnte Friedrich anschließend mit einem Lächeln: „Im Jahr 2013 war ich auch EM-Dritter.“ Anschließend holte er sich genau in St. Moritz seinen ersten WM-Titel im Zweier.

Lesen Sie auch

Im Vierer schnappte an diesem Sonntag erneut der Brite Brad Hall den deutschen Athleten auf der Heimbahn den Sieg weg, allerdings lag Friedrich mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Candy Bauer und Felix Straub nach zwei Läufen nur neun Hundertstel zurück, letzte Woche war der Rückstand deutlich größer. Hinter Vogt kam Lochner auf Rang vier.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Trotz allen Problemen im Vorfeld zeigt sich Friedrich kurz vorm Saisonhöhepunkt entspannt, will von den Ergebnissen in Winterberg oder Altenberg keine Rückschlüsse auf die WM-Bahn ziehen: „Ich bin zufrieden mit dem Wochenende. Viel besser hätte es nicht laufen können und wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange. Nächste Woche werden die Karten neu gemischt. St. Moritz hat tausend eigene Gesetze, die Bahn ist sehr eigen. Und wir haben jetzt noch sechs Tage Zeit, die wir nutzen müssen“, betonte er.

„Wieder einen Schritt voran gegangen“

Heim- und Co-Bundestrainer Gerd Leopold will aber die Gegner keinesfalls unterschätzen: „Bei den Männern sieht man, die Konkurrenz ist richtig knallhart unterwegs. Wenn man uns in Altenberg schon auf die Fersen tritt, dann wissen wir auch, was uns in St. Moritz erwartet. Es war eine sehr starke und stabile Leistung von Brad Hall, super am Start und auf der Bahn. Auch die Schweizer mit Michael Vogt sind auf dem Vormarsch, noch dazu geht es jetzt auf ihre Heimbahn. Zugleich aber sei er froh, dass es bei Francesco Friedrich „wieder einen Schritt voran gegangen“ sei. „Das hat er am Start gezeigt und ebenfalls in der Bahn. Insofern sind auch unsere Jungs gut vorbereitet auf St. Moritz, aber es wird ein harter Fight“, ist er überzeugt.

Und weil bereits am Dienstag um 8.30 Uhr das erste Bahntraining auf der einzigen Natureisbahn der Welt im Oberengadin auf dem Plan steht, düsten die Athleten bereits noch am Sonntagabend los. „Sie kämpfen sich zumindest über die Hälfte der Strecke, übernachten zwischendurch nochmal“, wie Leopold berichtete.

Bei den Frauen erkämpfte sich die Winterbergerin Laura Nolte sowohl den EM-Titel im Monobob als auch im Zweier. In beiden Disziplinen musste sie sich im Weltcup der Monobob-Olympiasiegerin Kaillie Humphries (USA) beugen. Kim Kalicki (Wiesbaden) leistete sich einige Patzer in der Bahn, holte jedoch EM-Bronze (Platz vier im Weltcup).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von Astrid Hofmann

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen