Halbzeit ohne Pause

Alexander Waibl, der Erfolgstrainer der DSC-Volleyballerinnen, feiert 50. Geburtstag

Den Pokalsieg seiner DSC-Damen durfte Alexander Waibl jüngst begießen. Am Dienstag stößt er auf ein halbes Jahrhundert an.

Den Pokalsieg seiner DSC-Damen durfte Alexander Waibl jüngst begießen. Am Dienstag stößt er auf ein halbes Jahrhundert an.

Dresden. Für Alexander Waibl ist Dienstag ein ganz besonderer Tag - und auch wieder nicht. Denn natürlich wird der Cheftrainer der DSC-Volleyballerinnen in der Margon-Arena mit seinen Schützlingen Annahme, Aufschlag oder Blockarbeit üben. Schließlich will er mit seinen Mädels am Sonntag in Potsdam ein vorfristiges Saison-Aus verhindern. Da spielt es keine Rolle, dass der Erfolgscoach heute seinen 50. Geburtstag feiert. Auf die Frage, was ihm die Zahl sagt, meint der gebürtige Stuttgarter entspannt lächelnd: „Na, Halbzeit. Man sagt doch, heute ist die 50 wie früher die 40. Vielleicht werde ich jetzt erwachsen“, fügt er noch grienend an.

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Seit 2009 betreut der studierte Jurist die Dresdner Volleyball-Damen. Damit ist er nicht nur der dienstälteste Trainer in der Bundesliga, sondern auch der erfolgreichste. Drei Meisterschalen erkämpfte er mit seinen Schützlingen, zuvor schon drei Vizemeisterschaften, holte dazu drei Pokalsiege und auch der einzige Europapokal-Triumph des DSC 2010 geht auf sein Konto. Für ihn ist der Job nicht nur ein Beruf, sondern Berufung. Er lebt Volleyball und damit auch seinen Traum, wie er selbst zugibt.

DSC-Präsident Wolfgang Söllner, der den damals noch unbekannten Trainer aus Stuttgart an die Elbe lotste, sagt heute: „Alexander Waibl hat sich für uns als Glücksfall erwiesen. Ich hatte damals die Maßgabe, einen kommunikativen Coach zu finden. Genau das beherrscht er perfekt und er hatte von Anfang an einen Plan, was er mit Dresden erreichen will. Er brannte von Anfang an für die Aufgabe.“ Söllner schätzt an dem durchaus auch streitbaren Typ aus dem Schwabenland „vor allem seine Empathie und seine kluge Analysefähigkeit von Situationen“.

Sicher ist er manchmal ein unbequemer Trainer, der seine Schützlinge fordert, um sie weiterzubringen. Zugleich hat er sich noch immer vor seine Mannschaft und seine Spielerinnen gestellt. Ungerechtigkeiten kann er nicht ausstehen und da schießt er als emotionaler Mensch auch mal übers Ziel hinaus. „Manchmal wäre ich gern weniger impulsiv“, gesteht er, doch am Ende macht ihn das auch aus.

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In den letzten Jahren hat sich bei ihm auch immer mehr Gelassenheit eingestellt. Dazu tragen Erfahrung, aber auch die Familie bei. Mit Stefanie, seiner ehemaligen Spielerin und jetzigen Ehefrau fand er in Dresden sein privates Glück, das seit zwei Jahren Söhnchen Mika komplettiert. Bevor er mit seinen Lieben aber ein bisschen feiern kann, geht es in der Volleyball-Halle wie immer zur Sache. Denn ein Sieg am Sonntag wäre sicher nicht das schlechteste Präsent nachträglich zum runden Geburtstag.

Von Astrid Hofmann

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