Marcel Goc hofft auf Super-Start in Eishockey-WM

Marcel Goc kommentiert die Spiele seiner Kollegen.

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Köln. Am Donnerstag beginnt die 81. Eishockey-Weltmeisterschaft (bis 21. Mai, Köln und Paris) und die deutsche Nationalmannschaft trifft gleich zum Auftakt in Köln auf die USA. Vor dem Start spricht der verletzt fehlende etatmäßige Kapitän Marcel Goc (33, Adler Mannheim), der bei der WM als Experte für den TV-Sender Sport1 tätig sein wird, über die Chancen seiner Kollegen.

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Herr Goc, zu Beginn mal nur drei Wörter: USA, Schweden, Russland.

Das sind harte Brocken zum WM-Start. Diejenigen, die dabei waren, erinnern sich aber gerne an das Spiel gegen die USA bei der Heim-WM 2010 (die DEB-Auswahl gewann zum Auftakt in der Arena auf Schalke mit 2:1 n. V. gegen die US-Boys, d. Red.). Es wäre schön, wenn wir den Start so wiederholen könnten. Dann am nächsten Tag gleich gegen Schweden. Die sind einer der Titelfavoriten. Das dritte Spiel gegen Russland. Alles keine leichten Aufgaben.

Wie geht man das an gegen solche Hochkaräter am Anfang?

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Favorit sind die anderen. Die Mannschaft kann befreit aufspielen – mit den Fans im Rücken. Und am Ende spielst du doch immer, um zu gewinnen. Egal gegen wen. Ich hoffe, dass die Jungs einen super Start ins Turnier erwischen und die USA so lange wie möglich ärgern. Und dann mal schauen, was am Ende dabei rausspringt …

Wie gehen Sie damit um, jetzt ausgerechnet bei der Heim-WM nicht dabei sein zu können?

Die Diagnose Kreuzbandriss Mitte Januar hat mich natürlich nicht gefreut. Das war enttäuschend. Es wäre meine dritte Heim-WM gewesen. Doppelt bitter. Mir bleibt jetzt nichts anderes übrig, als mich auf meine Reha zu konzentrieren, damit ich so schnell wie möglich fit werde.

Welchen Einfluss haben Sie als etatmäßiger Kapitän auf das Team? Stehen Sie in Kontakt?

Zufällig waren die Jungs ja zum Trainieren und zum Testspiel gegen Tschechien bei mir in Mannheim. Da war ich vor Ort, habe mit den Jungs ein bisschen gequatscht, auch mit dem Marco (Sturm – Bundestrainer, d. Red.) habe ich vor der WM telefoniert. Mit den Jungs schreibe ich Nachrichten und frage, wie es läuft. Aber ansonsten lasse ich sie in Ruhe, damit sie ihre Arbeit machen können.

Wie gehen Sie die neue Aufgabe als TV-Experte für Sport1 an?

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Ich freue mich auf die neue Rolle bei der WM. So kann ich wenigstens ein bisschen dabei sein und den TV-Zuschauern ein paar Situationen auf dem Eis aus meiner Sicht erklären.

Und wie ist das mit den Emotionen, wenn die eigenen Kollegen spielen?

Da muss ich schon aufpassen, dass ich nicht irgendwelche albernen Worte ins Mikrofon schreie. Man wird aber sicherlich merken, dass ich mit den Jungs mitfiebere.

Wie wichtig sind die NHL-Profis für das deutsche Team?

Es ist immer eine Stütze, wenn man solche Jungs dabeihat. Für Deutschland ist es gut, dass die Jungs in den NHL-Play-offs gegeneinander spielen. (Leon Draisaitl mit den Edmonton Oilers gegen Korbinian Holzer mit den Anaheim Ducks sowie Philipp Grubauer mit den Washington Capitals gegen Tom Kühnhackl mit den Pittsburgh Penguins, d. Red.) Heißt: Zwei von vier kommen nicht weiter, aber dafür vielleicht noch zur WM (die NHL macht keine WM-Pause, d. Red.). Dieser Situation ist sich jeder Spieler im deutschen WM-Kader bewusst und freut sich, wenn die Jungs noch das Team verstärken.

Geben Sie einen Tipp ab, wie weit das Team im Turnier kommt?

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Ungern. (lacht) Klar, man hofft auf eine Überraschung. Aber wir müssen auch realistisch bleiben. Es geht nun mal zum Auftakt gegen diese ganz schweren Gegner. Wenn der Ausrutscher aber gegen Russland passiert und es richtig einen auf die Mütze gibt, kann man das sicherlich leichter verkraften als gegen Dänemark oder Lettland. In diesen Spielen erhofft sich das Team mehr.

Was erhoffen Sie sich durch die Heim-WM für das deutsche Eishockey?

Wieder mehr Popularität für unseren Sport. Vielleicht möchte durch diese Heim-WM wieder der eine oder andere Jugendliche mehr die Schlittschuhe anziehen oder ins Stadion gehen. Hoffentlich wird Eishockey ein bisschen gepusht.

Von Sebastian Harfst

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