Neues System in Niedersachsen

Um überfüllte Nordsee-Strände zu vermeiden: Gäste und Autos werden gezählt

Zahlreiche Strandbesucher sind bei sommerlichen Temperaturen am Nordseestrand von Schillig. (Archivfoto, Juli 2020)

Wangerland. Um in der Hochsaison überfüllte Strände und Parkplätze an der niedersächsischen Nordseeküste zu vermeiden, haben Touristiker technisch aufgerüstet: Gäste und Fahrzeuge werden mit Hilfe von laserbasierten Sensoren gezählt und die Daten zur Ansicht im Internet aufbereitet, wie die Marketingorganisation Die Nordsee am Montag mitteilte.

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Auslastung der Strände live verfolgen

Urlauberinnen und Urlauber können so in Echtzeit auf den Internetseiten und vor Ort auf Monitoren das Besucheraufkommen in den Ferienorten verfolgen. Werde eine bestimmte Auslastungsgrenze erreicht, sollen den Besuchern Alternativen aufgezeigt werden, sagte Jonas Hinrichs, Sprecher von Die Nordsee.

Tim Schönfeld (Mitte), Daten- und Digitalisierungsmanager der Wangerland Touristikgesellschaft, steht vor einer Säule mit Sensoren und stellt das neue digitale Besuchermanagementsystem in Wangerland vor.

Tim Schönfeld (Mitte), Daten- und Digitalisierungsmanager der Wangerland Touristikgesellschaft, steht vor einer Säule mit Sensoren und stellt das neue digitale Besuchermanagementsystem in Wangerland vor.

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Als erste Orte bieten Butjadingen (Landkreis Wesermarsch), Wangerland (Landkreis Friesland) und Wilhelmshaven den Service an. Später sollen weitere Ferienorte hinzukommen, darunter Bremerhaven, Otterndorf und Cuxhaven. Auch angesichts der hohen Zahl an Tagesgästen werde es künftig ohne digitale Lenkungssysteme kaum noch gehen, sagte die Geschäftsführerin von Die Nordsee, Sonja Janßen. Auch Vorhersagen zu Besucherauslastungen sollen künftig besser möglich sein.

Die Nordsee GmbH hatte die Vorbereitungen für das rund 1,6 Millionen Euro teure Digitalisierungsprojekt während der Corona-Pandemie im Mai 2021 gestartet, um Touristenströme an Hotspots zu entzerren. Das Projekt, das auch eine digitale Gästekarte für Urlauber umfasst, wird zu 80 Prozent vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium gefördert.

An anderen Küstenorten in Norddeutschland wird das Gästeaufkommen schon länger registriert, so steuern Strandampeln zum Beispiel an der Lübecker Bucht den Besucherandrang.

RND/dpa

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