Promenade wie leer gefegt

Toskana ächzt unter Mückenplage: Reisende flüchten aus Urlaubsort

Eine Stechmücke. Tiere wie dieses haben die Stadt Orbetello in der Toskana regelrecht überfallen. Weil Urlauberinnen und Urlauber sich nicht zerstechen lassen möchten, verlassen viele von ihnen jetzt die Lagunenstadt.

Eine Stechmücke. Tiere wie dieses haben die Stadt Orbetello in der Toskana regelrecht überfallen. Weil Urlauberinnen und Urlauber sich nicht zerstechen lassen möchten, verlassen viele von ihnen jetzt die Lagunenstadt.

Überall surrt und schwirrt es: Einige Städte in der Toskana leiden unter einer heftigen Mückenplage. Tausende der blutsaugenden Insekten bringen derzeit unter anderem das Städtchen Orbetello durcheinander.

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Mit drastischen Folgen für die Gastwirtinnen und Gastwirte vor Ort: Weil Urlauberinnen und Urlauber sich an den Abenden nicht von den fiesen Blutsaugern zerstechen lassen wollen, bleiben sie den Restaurants fern. Auch die Hotelbuchungen sind eingebrochen.

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Eigentlich gilt das Städtchen als ein beliebter Urlaubsort mit vielen lebendigen Cafés und Restaurants. Es liegt direkt an einer Lagune und verfügt über einen langen Sandstrand. Vor allem Römer kommen hier her, berichtet die italienische Zeitung „La Repubblica“. Doch seit der Mückenplage hat sich das Bild geändert: Kaum jemand wagt es noch, an der Lagune zu spazieren. Abends werden die Lichter an der Promenade ausgeschaltet, um keine Schwärme anzulocken. Damit nicht genug: „Jetzt ist es wegen der Insekten sogar unmöglich geworden, draußen zu essen oder einen Aperitif zu trinken“, sagte ein Urlauber der Zeitung „La Reppublica“.

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Orbetello leidet unter Mückenplage, Gastwirte klagen über Umsatzeinbrüche

Entsprechend leer gefegt sind die Lokale: Die Umsätze in seinem Lokal seien um 60 Prozent zurückgegangen, sagt ein Wirt dem italienischen Zeitung „Corriere.it“. Den Gästen bereite die Plage einen „psychologischen Horror“, viele würden aus Angst, zerstochen zu werden, gar nicht erst kommen. Viele Wirtinnen und Wirte müssen ihre Lokale daher schon früher schließen.

Vermutlich steht die Plage im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen, die die Toskana seit Wochen im Griff haben, sagt der Biologe Mauro Lenzi dem Blatt. Sie habe den Fressfeinden der Mücke – darunter Frösche, Vögel und Fledermäuse – deutlich mehr zugesetzt als den Insekten selbst.

Behörde will Stadt ausräuchern

Die Behörden der Stadt haben die Einheimischen sowie Touristinnen und Touristen bereits dazu aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten und draußen keine Wäsche aufzuhängen. Um der Plage etwas entgegenzusetzen, soll die Stadt nun erneut ausgeräuchert werden. Es wäre das vierte Mal innerhalb weniger Wochen. Doch die Anwohnerinnen und Anwohner halten das für sinnlos: Sie beklagen, dass die Schädlingsbekämpfung, die eigentlich immer im Frühjahr stattfindet, nicht durchgeführt wurde.

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Nicht nur in Orbetello kämpfen Reisende und Anwohnerinnen sowie Anwohner in diesen Wochen gegen eine Plage. In Castiglione della Pescaia, rund 60 Kilometer von Orbetello entfernt, fluchen sie aktuell über massive Wespenschwärme.

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RND/vh

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