Lebensmittel, Gas, Benzin, Unterkünfte

Reisen mit der Inflation: Diese Urlaubsziele sind richtig teuer

Eine Frau hält ein Portemonnaie in der Hand, in dem Geldscheine stecken.

Eine Frau hält ein Portemonnaie in der Hand, in dem Geldscheine stecken.

Die Inflation sorgt für massive Preissteigerungen. Das merkt jeder und jede – und zwar nicht nur beim Einkaufen, beim Tanken oder beim Blick aufs Schreiben des Energieversorgers, sondern auch bei der Reisebuchung. Denn die Inflation macht auch vor dem Urlaub im Herbst keinen Halt: Kosten für Transport, Service und Lebensmittel steigen nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern.

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Deutschland verzeichnete im August 2022 einen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus von 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im August hatte die Inflationsrate noch bei 7,9 Prozent gelegen.

Im September 2022 waren die Energiepreise 43,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen mit 18,7 Prozent überdurchschnittlich, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt. Das Auslaufen des Tankrabatts und des 9-Euro-Tickets dürften sich demnach auf die Inflationsrate ausgewirkt haben.

Inflation in Deutschland: Rate nähert sich 8-Prozent-Marke​

Die Verbraucherpreise in Deutschland ziehen wieder deutlich an. Volkswirte halten in den kommenden Monaten sogar zweistellige Teuerungsraten für möglich.

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Die durchschnittlichen Zahlen in Europa sind inzwischen sogar höher als in der EU: Die Preissteigerung lagen laut Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, im September 2022 im Euroraum bei 10,0 Prozent. Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum erwartet Eurostat, dass die Energiekosten im September mit 40,8 Prozent die höchste jährliche Rate aufweisen, gefolgt von „Lebensmitteln, Alkohol und Tabak“ (11,8 Prozent), „Industriegütern ohne Energie“ (5,6 Prozent) und „Dienstleistungen“ (4,3 Prozent).

Zwischen den einzelnen Staaten gibt es jedoch große Unterschiede. So hoch ist die Inflation nach Angaben des Harmonisierten Verbraucherpreisindexes (HVPI) in einigen der beliebtesten Reiseziele in Europa im Juni 2022:

  • Griechenland: 12,1 Prozent
  • Spanien: 9,3 Prozent
  • Italien: 9,5 Prozent
  • Portugal: 9,8 Prozent
  • Niederlande: 17,1 Prozent
  • Frankreich: 6,2 Prozent
  • Zypern: 9,0 Prozent
  • Malta: 7,3 Prozent
  • Slowenien: 10,6 Prozent
  • Estland: 24,2 Prozent
  • Finnland: 8,4 Prozent
  • Österreich: 11,0

Hotelzimmerpreise steigen

Nicht nur vor Ort, sondern auch bei der Buchung müssen die Menschen 2022 teils deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das Vergleichsportal Check 24 hat die Hotelzimmerpreise in den 20 beliebtesten Urlaubsländern verglichen. Durchschnittlich wurden im August pro Nacht 139 Euro fällig, im Vorjahresmonat waren es noch 119 Euro. Macht also ein Plus von 17 Prozent.

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Die Hotelzimmerpreise sind der Auswertung zufolge in den Niederlanden besonders stark gestiegen. Dort kostete ein Hotelzimmer im August im Schnitt 148 Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 111 Euro – ein Anstieg von 33 Prozent. Auch in der Tschechischen Republik (plus 31 Prozent), in der Türkei und in den USA (jeweils plus 27 Prozent) zahlten Urlauberinnen und Urlauber deutlich mehr.

Die Preise für Ferienhäuser und -wohnungen lagen laut Check 24 im August durchschnittlich 11 Prozent über dem Niveau von August 2021. Hier war der Anstieg in Portugal am größten. Während Reisende im August 2021 noch durchschnittlich 100 Euro zahlten, waren es dieses Jahr 138 Euro. Macht ein Plus von 38 Prozent. In Griechenland (plus 18 Prozent), Spanien (plus 15 Prozent) und Italien (plus 14 Prozent) sind Ferienunterkünfte ebenfalls deutlich teurer geworden.

Lebensmittel im europäischen Ausland teils deutlich teurer

Besonders spannend für Urlauberinnen und Urlauber, die sich selbst versorgen, ist der Blick auf Lebensmittel. Das Preisniveau für Nahrungsmittel und Getränke unterscheidet sich in vielen europäischen Ländern deutlich von dem Niveau in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt im Juli auf Basis von Daten vom April 2022 mitteilte.

Am höchsten war das Preisniveau in der Schweiz, es lag um 54 Prozent über dem in Deutschland. Auch in den nordeuropäischen Staaten Norwegen (plus 42 Prozent) und Island (plus 40 Prozent) waren Nahrungsmittel deutlich teurer als in Deutschland. Nur wenig mehr zahlen müssen Deutsche in den Nachbarstaaten Frankreich (plus ein Prozent) und Österreich (plus 2 Prozent). Besonders günstig wird der Einkauf für das Urlaubsessen in Polen, hier zahlen Deutsche 30 Prozent weniger, und in Ungarn mit minus 17 Prozent.

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