Hotelbranche im Wandel

Balearen: Regierung verabschiedet überarbeitetes Tourismusgesetz

Die Hotelbranche auf Mallorca soll die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter verbessern und umweltfreundlicher werden.

Die Hotelbranche auf Mallorca soll die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter verbessern und umweltfreundlicher werden.

Palma. Die Hotelbranche auf Mallorca soll die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter verbessern und umweltfreundlicher werden. Dazu beschloss die Baleareregierung bereits im Februar per Eildekret ein neues Tourismusgesetz. Vergangenen Dienstag wurde nun die überarbeitete Version verabschiedet.

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Für das ambitionierte Programm stehen laut der regionalen Regierungschefin Francina Armengol Beihilfen in Höhe von 55 Millionen Euro an EU-Geldern bereit. Die Hotelsterne sollen den Gästen künftig nicht nur Aufschluss über Ausstattung, Bequemlichkeit und Service der Häuser geben, sondern auch über deren Umweltfreundlichkeit sowie die Arbeitsbedingungen der Angestellten.

300.000 neue Hotelbetten zur Arbeitserleichterung von Reinigungskräften

Um den rund 20.000 örtlichen Reinigungskräften die besonders harte Arbeit des Bettenmachens etwas zu erleichtern, sollen die Hotels auf Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera demnach in den kommenden fünf Jahren insgesamt rund 300.000 neue, höhenverstellbare Betten anschaffen und gegen die normalen Betten austauschen. 2023 soll mit der Umsetzung zunächst in Hotels gehobener Kategorien begonnen werden. Wie das „Mallorca Magazin“ mitteilt, sieht das überarbeitete Gesetz allerdings eine Ausnahme vor: Hotels mit denkmalgeschütztem Mobiliar sind von dieser Verpflichtung ausgenommen.

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Neben der Anschaffung neuer Betten verpflichtet das neue Gesetz die Häuser dazu, in allen Gebäudeteilen die Temperaturen zu messen und für gute Durchlüftung zu sorgen - auch in jenen Bereichen, die nur Mitarbeitern zugänglich sind. Außerdem sieht das überarbeitete Gesetz vor, dass Ein- und Zwei-Sterne-Hotels sowie Herbergen, die dauerhaft schließen in Wohngebäude umgewandelt werden können. Außerdem muss die Hälfte der darin befindlichen Wohnungen zu sozialem Wohnraum erklärt werden. Auch eine Umwidmung zu Seniorenheimen soll möglich sein.

Eine Mitarbeiterin reinigt die Terrasse eines Zimmers in einem Hotel in Palma de Mallorca. Die Hotelbranche auf Mallorca soll die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter verbessern und umweltfreundlicher werden.

Eine Mitarbeiterin reinigt die Terrasse eines Zimmers in einem Hotel in Palma de Mallorca. Die Hotelbranche auf Mallorca soll die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter verbessern und umweltfreundlicher werden.

Hotels auf Mallorca sollen grüner werden

Um die Hotelsterne zu erhalten, müssen die Hotels auch eine Analyse des eigenen Ressourcenverbrauchs erstellen. Anschließend ist ein auf fünf Jahre angelegter Plan zur Reduzierung des Verbrauchs von Energie und Wasser sowie eine Strategie zur Müllvermeidung vorzulegen. Hygiene-Einwegverpackungen sollen der Vergangenheit angehören. Auch die Nutzung von Regenwasser soll gefördert werden. Zudem müssen die Küchen möglichst regional erzeugte Lebensmittel anbieten und generell die Herkunft ihrer Produkte ausweisen. Öl-Heizungen müssen durch Erdgas- oder Elektrokessel ersetzt werden.

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Die Balearen sind wie die Kanaren besonders vom Tourismus abhängig. 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie, wurden rund 16,5 Millionen Besucher gezählt. Unter den ausländischen Gästen stellen die Deutschen und die Briten regelmäßig den größten Anteil. In beiden Insel-Regionen steht die Branche für rund 35 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung.

RND/bv/jaf/dpa

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