Mit dem Sparen übertrieben

Lufthansa-Chef rechnet erst im Winter mit weniger Flug-Chaos

Foto: Einige Gates am Frankfurter Flughafen werden am Dienstag nicht erreichbar sein.

Ab dem kommenden Sommer will Lufthansa wieder die zwischenzeitlich stillgelegten Großflugzeuge vom Typ A380 einsetzen.

Frankfurt/Main. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat die Passagiere auf weitere Schwierigkeiten im Luftverkehr eingestimmt. Die von Personalmangel, Teileknappheit und eingeschränktem Luftraum geprägte Situation werde sich „kurzfristig kaum verbessern“, erklärte der Chef der größten Airline-Gruppe Europas in einem Schreiben an die Passagiere.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zwar plane die Branche allein in Europa mehrere tausend Neueinstellungen. „Dieser Kapazitätsaufbau wird sich allerdings erst im kommenden Winter stabilisierend auswirken können.“

Auch Lufthansa-Konzern fehle in einigen Bereichen Personal

Spohr entschuldigte sich im Namen des Unternehmens dafür, dass nach dem Corona-Einbruch das „Hochfahren des komplexen Luftverkehrssystems von fast Null auf derzeit wieder fast 90 Prozent“ nicht zur angestrebten Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Robustheit geführt habe. Der Manager räumte ein, dass auch dem Lufthansa-Konzern in einigen Bereichen Personal fehle. Ab dem kommenden Sommer will der Konzern wieder die zwischenzeitlich stillgelegten Großflugzeuge vom Typ A380 einsetzen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In einem weiteren Schreiben an die Belegschaft erklärte Spohr, dass der Vorstand es „an der ein oder anderen Stelle“ mit dem Sparen übertrieben habe. Der Lufthansa-Chef führte dafür den Druck der mehr als 10 Milliarden Euro schweren Verluste in der Corona-Krise an. Er wies auf die Einmaligkeit der Situation hin: „Ganz offen gesagt: Es war auch für unsere Führungsmannschaft und mich persönlich die erste zu bewältigende Pandemie.“

Lufthansa streicht Flüge zu den Sommerferien

Erst kürzlich hat Lufthansa angekündigt, in den kommenden Wochen Flüge zu streichen. Diesmal sind es 2200 Flüge, die an an den Drehkreuzen Frankfurt und München aus dem System genommen werden sollen. Bereits vor Wochen hatte das Unternehmen angekündigt, etwa 900 Flüge im Juli zu streichen. Für Reisende kommt das zur Unzeit: In Nordrhein-Westfalen laufen die Ferien bereist – Anfang Juli folgen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

RND/dpa

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen