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Fluggäste müssen mit Problemen rechnen

Warnstreik an acht deutschen Flughäfen: So ist die aktuelle Lage

Cancelled (gestrichen) steht auf einer Anzeigetafel am Hamburger Flughafen hinter allen Flügen. Wegen eines Streiks der Gewerkschaft ver.di bleibt die Sicherheitskontrolle ganztägig geschlossen, es finden keine Abflüge statt.

Frankfurt/Main. Flugausfälle, Verspätungen und lange Wartezeiten drohen den Passagieren am Dienstag an acht deutschen Flughäfen. Die Gewerkschaft Verdi hat die privaten Sicherheitskräfte zu einem ganztägigen und nahezu flächendeckenden Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind die Flughäfen Berlin (BER), Bremen, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Köln/Bonn.

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Frankfurt: Keine Zustiege möglich

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt werden wegen fehlender Kontrollen erneut keine Passagiere zusteigen können. Denn: „Insbesondere die Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs bleiben ganztägig geschlossen“, teilt Betreiber Fraport mit. Für Notfälle und Umsteiger ist ein Notdienst eingerichtet.

Reisende müssten ganztägig mit großen Einschränkungen im Flugbetrieb rechnen. Für Dienstag waren nach Angaben von Fraport rund 790 Flugbewegungen geplant. Bislang seien davon 108 Flüge gestrichen worden, teilte ein Sprecher am Morgen mit. Der Betreiber wies darauf hin, dass Umstiege im Transitbereich zwar weitgehend stattfänden, es allerdings zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen kommen könne.

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Flughafen Hamburg: Alle Abflüge gestrichen

Am Flughafen Hamburg fallen am 22. März alle Abflüge aus, teilte der Airport via Twitter mit. Die Sicherheitskontrolle bleibe aufgrund des Verdi-Streiks ganztägig geschlossen.

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Flughafen BER: Großteil der Flüge fällt aus

Ein Blick auf die Abflugs- und Ankunftsübersicht der Internetseite des BER-Flughafens zeigt, dass der Großteil der innerdeutschen und auch internationalen Verbindungen bereits am Dienstagvormittag gestrichen wurde. Von den mehr als 30 Abfertigungslinien seien nur zwei in Betrieb, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Helge Biering. Bislang seien 96 Flugverbindungen gestrichen worden, etwa 50 Verbindungen solle es im Tagesverlauf geben.

Den Angaben zufolge war die Situation am Flughafen am Morgen relativ ruhig. Die Flughafengesellschaft hatte Passagiere vorab aufgerufen, sich bei ihrer Fluggesellschaft zu informieren, ob die Verbindung wie geplant angeboten wird.

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Flugausfälle in Düsseldorf und Köln/Bonn

Der Düsseldorfer Flughafen teilte mit, dass die Situation im Terminal am frühen Morgen trotz längerer Wartezeiten vergleichsweise ruhig sei. Die Airlines hatten vorsorglich rund 140 Flüge - 96 Abflüge und 44 Ankünfte - von und nach Düsseldorf annulliert und ihre Passagiere darüber informiert. Dadurch sei ein Großteil der Passagiere gar nicht erst zum Flughafen angereist, heißt es vom Airport. Ursprünglich seien rund 260 Flugbewegungen geplant gewesen.

Keine Abflüge in Hannover, Lage in Bremen unklar

Auch an den Flughäfen Bremen und Hannover kommt es zu Ausfällen und Verzögerungen. Wie die Flughäfen bestätigten, sind die Sicherheitskontrollen ganztägig für Passagiere geschlossen. In Hannover teilte eine Sprecherin mit, dass alle Abflüge ausfielen.

Auch fünf Ankünfte seien gestrichen. In Bremen war die Lage am Morgen unklar. Fluggäste werden gebeten, Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft aufzunehmen und sich über den Status ihres Fluges zu informieren. Auch in Hamburg fallen sämtliche Abflüge aus.

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Stuttgart Keine genauen Zahlen von Flugausfällen bekannt

Auch in Stuttgart wird wohl ein Großteil der Flüge ausfallen, die genaue Zahl ist noch unklar. „Wir empfehlen Reisenden, vor der Fahrt zum Flughafen unbedingt den Flugstatus bei der Fluggesellschaft zu checken“, sagte eine Sprecherin des Flughafens Stuttgart.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Verdi zeitversetzt an mehreren Flughäfen ganztägige Warnstreiks durchgezogen, was zu Protesten bei den Flughäfen und Fluggesellschaften führte. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen, die Verdi mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen führt. Eine fünfte Runde ist für Donnerstag in Raunheim bei Frankfurt angesetzt.

Verdi fordert mehr Gehalt

Die Sicherheitskontrollen stehen unter Aufsicht der Bundespolizei und sind weitgehend an private Dienstleister ausgelagert. Lediglich in Bayern werden Kontrolleure nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt und streiken daher nicht mit. Verdi fordert, die Gehälter in den Luftsicherheitsdiensten um mindestens einen Euro pro Stunde zu erhöhen. Wesentlich kostspieliger könnten regionale Angleichungen sowie vereinheitlichte Tarifgruppen werden, die den Arbeitgebern zufolge für einzelne Beschäftigte bis zu 40 Prozent mehr Gehalt bringen würden.

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RND/gei/dpa

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