PUR-Sänger Hartmut Engler: „Mich gäbe es eigentlich gar nicht“

Die deutsche Popband PUR mit Frontmann Hartmut Engler steht während der José Carreras Gala in Leipzig auf der Bühne.

Die deutsche Popband PUR mit Frontmann Hartmut Engler steht während der José Carreras Gala in Leipzig auf der Bühne.

Die deutsche Popband PUR gehört zu den erfolgreichsten Musikacts des Landes. Ihre Platten begeistern seit Jahrzehnten Millionen Fans. Im neuen Sammelband „Heimat – Wo das Herz zu Hause ist“ von Journalistin Ilka Peemöller spricht PUR-Frontmann Hartmut Engler ungewöhnlich offen über seine Kindheit und Jugend in Baden-Württemberg.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Meine Eltern waren heimatvertriebene Flüchtlinge. Sie kamen nach Ende des Zweiten Weltkriegs beide zufällig auf getrennten Wegen ins Schwabenland: Mein Vater Hans aus Ungarn, meine Mama Anni aus dem Sudetenland“, erzählt Hartmut Engler. Seine Eltern sparten jahrelang fleißig, bis sie sich in Ingersheim ihr eigenes, kleines Haus bauen konnten. Es waren harte Zeiten. „Mich gäbe es eigentlich gar nicht, hätte meine Mutter nicht zwei Jahre vor meiner Geburt meinen ungeborenen Bruder verloren. Weil sie zu stark auf der Baustelle mitgeholfen hatte, war ihr im fünften Monat das Kind abgegangen“, verrät der Musiker.

PUR-Sänger Hartmut Engler.

PUR-Sänger Hartmut Engler.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Hartmut Engler: Lied für seinen verstorbenen Bruder

Das Lied „Winter 59“ (2009) hat Engler seinem verstorbenen Bruder gewidmet. „Hätten wir uns geliebt, gemocht? Ich werde es nie erfahren. Aber ich weiß, dass ich nicht auf die Welt gekommen wäre. Weil meine Eltern immer nur drei Kinder haben wollten.“ Engler sei 1961 also der Heilsbringer gewesen, der die Familienplanung seiner Eltern doch noch erfüllte. „Das fand ich erst vor zehn Jahren in einer Familienaufstellung heraus. Ich hatte über all die Jahre immer im Gefühl, dass da was war, aber typisch für die Nachkriegsgeneration meiner Eltern wurde da nicht großartig drüber geredet. Ich fragte immer und immer wieder nach, weil es auch kein Grab gab.“ Weil die Trauer um den Verlust so groß war, war die Freude unbeschreiblich, als seine Mutter noch mal einen Jungen bekam.

Im Sammelband „Heimat – Wo das Herz zu Hause ist“ (Goldmann) von Ilka Peemöller erzählen 35 Prominente wie Heino, Udo Lindenberg und Wotan Wilke Möhring ihre ganz persönlichen Geschichten.

„Heimat – Wo das Herz zu Hause ist“ von Ilka Peemöller.

„Heimat – Wo das Herz zu Hause ist“ von Ilka Peemöller.

RND/kiel

Mehr aus Promis

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken