Fragen sind ihr zu negativ: Heidi Klum zieht Interviewangebot zu „GNTM“ zurück

Heidi Klum bei den Dreharbeiten zu „Germany’s Next Topmodel“ (Archivbild).

Trotz direkter Konkurrenz durch das RTL-Dschungelcamp hat Heidi Klums Modelcastingshow „Germany‘s Next Topmodel“ („GNTM“) zum Staffelstart am 3. Februar die beste Einschaltquote seit 13 Jahren eingefahren. In der wichtigsten Zielgruppe der Privatsender, bei den 14- bis 49-Jährigen, schalteten an dem Donnerstagabend 20,4 Prozent ein. So einen guten Wert erreichte die Show zuletzt 2009. Insgesamt verfolgten 2,06 Millionen (7,2 Prozent) den Auftakt der 17. Staffel.

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Unter dem Motto Diversität sind in diesem Jahr nicht nur Kandidatinnen dabei, die mehr wiegen als das Durchschnittsmodel oder Narben am Körper tragen. Frauen im fortgeschrittenen Alter machen nun ebenfalls mit. Zu dieser Staffel begrüßte Klum zwei grauhaarige, 66 und 68 Jahre alte Kandidatinnen auf dem roten Teppich. Heidi Klum sagte: „Wir sind alle keine Mädchen mehr. Soll ich einfach Models sagen?“

Heidi Klum sagt Interview wieder ab

Wegen des Erfolgs der Auftaktfolge stand Heidi Klum kurzfristig für ein schriftliches Interview mit dem Portal „DWDL.de“ zur Verfügung, wie dieses selbst berichtet. Der Redakteur schickte demnach seine Fragen an Pro Sieben, bekam allerdings nicht die erhofften Antworten zurück. Am Donnerstagmorgen habe das Portal die Mitteilung aus der Kommunikationsabteilung des Senders erreicht, dass Heidi Klum das Interviewangebot zurückgezogen habe, weil ihr die Fragestellungen im Ganzen zu negativ seien, schreibt „DWDL.de“.

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Die Fragen lauteten dem Bericht zufolge beispielsweise: „Viele lang laufende Shows im deutschen Fernsehen haben in den zurückliegenden Jahren Zuschauer und Marktanteile verloren, ‚GNTM‘ konnte sich zuletzt gegen diesen Trend stemmen. Worauf führen Sie das zurück?“ oder „‚GNTM‘ ist ohne Frage so divers wie nie. Aber muss das eigentlich immer so oft betont werden? Reicht es nicht, divers zu sein?“.

„Das ist im Einzelfall kein Drama, aber nach mehr als 20 Jahren ‚DWDL.de‘ auch zum ersten Mal passiert“, teilt das Portal mit. Es falle schwer, in den gestellten Fragen investigativen Journalismus zu sehen. Es wäre demnach ein einfacher Austausch über TV-Entertainment und die Weiterentwicklung der von ihr geprägten Sendung gewesen.

Klums Absage rücke ein Problem ins Licht, das sich seit Jahren verschärft habe und immer häufiger zu beobachten sei. „Unternehmen, Fußballvereine und Persönlichkeiten haben sich daran gewöhnt, die Kommunikation – selbst Interviews – zunehmend selbst zu führen, um zu kontrollieren“, schreibt das Portal.

RND/nis mit dpa

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