Zwei Millionen Euro Fördergelder für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

Eine Zellentür der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen auf dem Gelände der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in der Genslerstraße in Berlin.

Eine Zellentür der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen auf dem Gelände der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in der Genslerstraße in Berlin.

Berlin. Auch mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung fördert die Bundesstiftung Aufarbeitung Projekte zur historischen Einordnung der SED-Diktatur. Im kommenden Jahr 2022 stünden dafür 2,31 Millionen Euro zur Verfügung, teilte die Stiftung am Mittwoch in Berlin mit.

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Das Geld fließt nach den bisherigen Planungen in insgesamt 106 Projekte zur Diktatur-Aufarbeitung. Konkret werden laut Stiftung etwa Digitalisierungsvorhaben, Dokumentarfilme, Publikationen, Multimedia-Anwendungen sowie diverse Veranstaltungsformate und Bildungsmaterialien unterstützt.

Wie die Stiftung weiter mitteilte, befassen sich 38 der geförderten Projekte aus unterschiedlichen Perspektiven mit Repression und Verfolgung, aber auch dem Widerstand gegen das SED-Regime. Dafür würden insgesamt 527.000 Euro aufgewendet.

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Aufarbeitungsprozess selbst rückt in den Fokus

Ein weiterer Förderschwerpunkt ist den Angaben zufolge 2022 der Bereich Revolution und Transformation. Bundesweit würden zu diesem Themenkomplex 23 Vorhaben gefördert. Sie thematisieren Umbrüche und Transformationsprozesse nach 1989/90.

Außerdem werde nach mehr als 30 Jahren auch der Aufarbeitungsprozess selbst zum Thema, hieß es. Neben eigenen Vorhaben der Bundesstiftung würden dazu bundesweit sechs Projekte realisiert, wie etwa das Internetforum „heute und gestern“ des Bürgerkomitees 15. Januar oder eine entsprechende Untersuchung der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur zur Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur.

RND/epd

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