Kommentar zum Zustand der Wälder

Wald in Gefahr: Es brennt, auch ohne Flammen

Dürre und der Borkenkäfer setzten dem Wald in Deutschland zu. Am schwersten betroffen sind Nadelbäume – Fichten und Kiefern.

Dürre und der Borkenkäfer setzten dem Wald in Deutschland zu. Am schwersten betroffen sind Nadelbäume – Fichten und Kiefern.

Berlin. Es brennt. Ganz wortwörtlich ist das so im Harz, wo in den vergangenen Tagen immer wieder die Feuerwehr ausrücken musste, um Waldbrände zu bekämpfen. Aber wenn diese Brände gelöscht sind, ist mitnichten alles wieder in bester Ordnung. Nur ein Fünftel der Bäume in Deutschland gilt noch als gesund. Das ist ein dramatischer Befund. Es brennt, auch wenn des Feuer gerade aus ist.

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Denn Wald ist ja nicht einfach nur ein poetischer Ort, besungen, in Gedichten und Märchen verewigt, als Sehnsuchtsziel oder als Symbol der Bedrohung. Er hat eine lebenserhaltende Funktion, er erfüllt eine zentrale Aufgabe im Ökosystem.

Bäume nehmen das Klimagas CO₂ auf, sie halten Boden fest, Wälder speichern Wasser, sie sorgen für Temperaturausgleich. Ohne Wälder geht es nicht auf der Welt – deswegen ist der Raubbau am Regenwald in Brasilien unverzeihlich. Deswegen ist es auch in Deutschland wichtig, Wald nicht nur als Landschaftselement, Freizeitziel oder Wirtschaftsgut wahrzunehmen.

Mathias Mogge, Chairman of the Board, CEO, Secretary General and Chief Executive Officer, Generalsekretaer und Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe, 28.06.2021. || (c) Christoph Papsch - w

„Durch den Krieg in der Ukraine werden mehr Menschen in aller Welt hungern!“

Russlands Angriffskrieg führt nicht nur zu Hunger in der Ukraine, er könnte auch zu Hungersnöten in Entwicklungsländern führen, die stark von ukrainischen und russischen Lebensmittelimporten abhängig sind. Im Interview berichtet Mathias Mogge, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe, wie die Hilfsorganisation gegen Hunger in aller Welt kämpft und in der Ukraine Nothilfe leistet.

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Die Verhinderung und Bekämpfung von Waldbränden ist dabei eine Komponente. Aber der Hauptschaden in den Wäldern entsteht nicht durch Feuer, sondern durch Klimastress. Immer längere Hitzeperioden und Dürren setzen den Bäumen zu, machen sie anfällig für Krankheiten und gierige Borkenkäfer. Und wo es trocken ist, brennt es auch schneller. Monokulturen, ausgerichtet auf schnelles Wachstum und schnellen Ertrag, helfen dabei nicht. Entschlossen und schnell gegen den Klimawandel vorzugehen ist die eine Konsequenz, die Dringlichkeit zeigt sich an so vielen Stellen – und eben auch im Wald.

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Den Wald als Kostbarkeit begreifen, ist das andere. Mit einem Schatz geht man sorgsam um, man schützt und bewahrt ihn, statt sich immer noch eine Scheibe mehr davon abzuschneiden. Sonst ist er auf einmal weg. Und vom Wald nur noch singen zu können, das kann keiner wollen.

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