Vor Corona-Gipfel: Dreyer fordert Pandemie-Krisenstab und offizielles Expertenteam

Malu Dreyer fordert Pandemie-Krisenstab und offizielles Expertenteam

Malu Dreyer fordert Pandemie-Krisenstab und offizielles Expertenteam

Mainz . Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat als Lehre aus der Pandemie „ein großes interdisziplinär zusammengesetztes und anerkanntes offizielles Expertenteam auf Bundesebene“ gefordert. Dieses solle Bund und Länder beraten, sagte Dreyer der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. „Wir können froh sein mit unseren Experten in Rheinland-Pfalz, weil die in wichtigen Fragen eigentlich immer richtig gelegen haben.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Die Corona-Krisenstäbe der Landesregierungen und der Bundesregierung müssen von Anfang an besser verzahnt werden“, forderte Dreyer. Und mit Blick auf die teils sehr langen Sitzungen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin sagte sie: „Man braucht sehr viel früher ein Bund-Länder-Gremium, das im Sinne eines Pandemie-Krisenstabes zusammenarbeitet.“ So könne schneller reagiert werden, Lösungen und Maßnahmen wären besser vorgearbeitet für die Schalten der Länderchefs und –chefinnen mit der Kanzlerin.

Lehren aus der Corona-Pandemie

Eine andere Lehre aus der Pandemie sei: „Deutschland muss sich anders aufstellen, was die Umsetzung der Forschung in eigene Produktion betrifft.“ Der schnelle Durchbruch des Mainzer Unternehmens Biontech zeige, wie es gehen könne. Eine entscheidende Frage sei: „Wie können wir sicherstellen, wenn Lieferketten gekappt sind oder Länder anfangen, egoistisch zu denken, dass unsere eigene Bevölkerung gut versorgt ist?“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Auf europäischer Ebene muss jetzt sehr genau analysiert werden, was hat funktioniert, wo gab es Schwachstellen und was müssen wir für die Zukunft lernen“, forderte Dreyer. „Pandemien wird es wohl immer wieder geben, deswegen ist das Zusammenspiel so wichtig, etwa bei der Impfstoffbestellung.“

Worauf es jetzt in der Corona-Bekämpfung ankommt

„Wir haben in Deutschland insgesamt einen enormen Zusammenhalt und Gemeinsinn erlebt“, sagte Dreyer über die Pandemie. „Ich schütze Dich, Du schützt mich bei Maske und Abstand und jetzt auch beim Impfen. Wir haben mit Kurzarbeitergeld und großen und wirksamen Corona-Hilfsprogrammen von Bund und Ländern die wirtschaftlichen Folgen zumindest abfedern können.“ Jetzt komme es nochmals darauf an, alles zu geben: „Wir brauchen eine sehr große Impfbereitschaft, jetzt, da wir endlich genügend Impfstoff haben.“

„Corona hat alle getroffen, aber nicht gleichermaßen hart“, betonte Dreyer. „Es muss eine gemeinsame Kraftanstrengung geben, soziale Ungleichheiten auszugleichen.“ Nach der Bundestagswahl brauche es einen gemeinsamen Aktionsplan, um diejenigen zu unterstützen, die durch Corona doppelt getroffen wurden.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen