Verteidigungsministerin Lambrecht startet in Litauen ersten Auslandsbesuch

Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Verteidigung, geht die Gangway des A319 der Luftwaffe nach der Landung in Litauen hinunter.

Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Verteidigung, geht die Gangway des A319 der Luftwaffe nach der Landung in Litauen hinunter.

Kaunas. Die neue Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat am Sonntag in Litauen ihre ersten Auslandsreise zu einem Einsatz der Bundeswehr begonnen. Die SPD-Politikerin landete am Vormittag mit ihrer Delegation in Kaunas, um von dort die Soldaten des Nato-Kampfverbandes zu besuchen. Deutschland stellt etwa die Hälfte der 1200 Männer und Frauen der multinationalen Einheit in Litauen und führt diese als sogenannte Rahmennation.

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Als Reaktion auf die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland 2014 nach dem Umsturz in der Ukraine hatte das Bündnis die Sicherung der eigenen Ostflanke verstärkt. In den drei baltischen Staaten und Polen wurden als Teil einer „verstärkten Vornepräsenz“ (Enhanced Forward Presence) gemeinsame Kampfverbände stationiert. Sie werden alle sechs Monate ausgetauscht, auch weil die Nato-Russland-Grundakte keine dauerhafte Stationierung alliierter Truppen in Osteuropa erlaubt.

Lambrecht pflegt Tradition ihrer Vorgänger

Mit der Reise pflegt Lambrecht auch eine Tradition ihrer Vorgänger, die stets bemüht waren, einem der Einsätze im Ausland in der Adventszeit einen Besuch abzustatten. Der Nato-Gefechtsverband ist in einer Kaserne in der Stadt Rukla zusammen mit litauischen Einheiten untergebracht. Auch Niederländer, Belgier und Norweger sind beteiligt sowie Soldaten aus Tschechien und Luxemburg.

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Zuvor hatte Lambrecht angekündigt, sie wolle die Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen in der Bundeswehr verbessern. „Wir müssen den Fokus noch mehr auf Frauen legen. Solange Frauen bei der Karriere gegen eine gläserne Decke stoßen und die Männer die Top-Jobs unter sich ausmachen, schreckt das ab“, sagte die SPD-Politikerin der „Bild am Sonntag“. Eine erste Frau General auch außerhalb des Sanitätsdienstes werde es „hoffentlich in meiner Amtszeit“ geben. „Ich mache es mir zur Aufgabe, dass all die Frauen, die jetzt schon bis zum Oberst gekommen sind, weiter aufsteigen können“, versprach Lambrecht. „Ich sehe nirgendwo ein, dass tolle Menschen ausgebremst werden.“

Als gefährlichstes Einsatzgebiet gilt derzeit das westafrikanische Mali, wo die Bundeswehr am UN-Einsatz Minusma sowie an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt ist. Der Einsatz soll im kommenden Jahr auf den Prüfstand. Lambrecht sagte: „Wir müssen jetzt auch prüfen, ob das Training der malischen Soldaten an einem anderen Ort, der für unsere Soldaten sicherer ist, genauso gut oder sogar besser möglich ist. Die Sicherheit unserer Soldaten steht für mich an erster Stelle.“

RND/dpa

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