USA und Japan: Gemeinsam gegen Nordkorea

US-Außenminister Rex Tillerson schüttelt die Hand seines japanischen Kollegen Taro Kono.

US-Außenminister Rex Tillerson schüttelt die Hand seines japanischen Kollegen Taro Kono.

Washington. Die USA und Japan haben sich gegenseitige Unterstützung im Kampf gegen Bedrohungen aus Nordkorea zugesichert. "Die Provokationen durch das Raketenprogramm Nordkoreas sind nicht akzeptabel und müssen sofort aufhören", sagte US-Außenminister Rex Tillerson am Donnerstag nach einer gemeinsamen Sicherheitskonsultation in Washington. Sein Land und die US-Verbündeten würden den ökonomischen und wirtschaftlichen Druck auf die Führung in Pjöngjang aufrechterhalten, um sie so von der Aufgabe des illegalen Raketenprogrammes zu überzeugen. "Wir streben alle nach einer völligen und unumkehrbaren Denuklearisierung der Region", sagte Tillerson.

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Militärschlag bleibt letzte Option

Tillerson und US-Verteidigungsminister James Mattis machten nach den Beratungen mit ihren japanischen Kollegen Taro Kono und Itsunori Onodera deutlich, dass eine militärische Lösung weiterhin als letzte Konsequenz denkbar sei. „Ich kann Ihnen versichern, dass - in enger Abstimmung mit unseren Verbündeten - es starke militärische Konsequenzen geben wird, sollte Nordkorea Feindseligkeiten initiieren“, sagte Mattis. Tillerson ergänzte, es sei völlig klar, dass jeder diplomatische Schlichtungsversuch mit einer militärischen Option hinterlegt werden müsse, für den Fall, dass Nordkorea die falsche Entscheidung treffe. „Ich denke, dies ist die Botschaft, die der Präsident nach Nordkorea übermitteln wollte“, sagte Tillerson.

Handelsstreit mit China

Zuvor hatte der Strategieberater von US-Präsident Donald Trump, Stephen Bannon, in einem Gespräch mit einem Journalisten eine militärische Option wegen der dann zu beklagenden vielen Opfer in Südkorea als utopisch bezeichnet und damit die nach außen dargestellte Strategie der Trump-Regierung konterkariert. "Vergiss es!", sagte er dem Reporter. Nordkorea sei auch nicht das Hauptproblem, sondern der Handelsstreit mit China und die Frage, welche der beiden Wirtschaftsmächte langfristig eine Hegemonialstellung einnehmen könne.

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Von RND/dpa

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