Lindsey Graham

US-Senator warnt: Bei Anklage gegen Trump drohen Krawalle

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump verlässt den nach ihm benannten Tower in New York.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump verlässt den nach ihm benannten Tower in New York.

Washington. Der prominente republikanische US-Senator Lindsey Graham hat vor Ausschreitungen gewarnt, falls Ex-US-Präsident Donald Trump wegen seines Umgangs mit Regierungsdokumenten angeklagt würde. „Wenn sie versuchen, Präsident Trump wegen des falschen Umgangs mit geheimen Informationen zu belangen (...), dann wird es buchstäblich zu Krawallen auf den Straßen kommen“, sagte Graham am Sonntagabend (Ortszeit) in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News. „Ich mache mir Sorgen um unser Land.“

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Die Bundespolizei FBI hatte am 8. August Trumps Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida durchsucht und unter anderem mehrere vertrauliche und teils streng geheime Dokumente beschlagnahmt. Hintergrund ist der Umgang des Republikaners mit offiziellen Unterlagen aus seiner Amtszeit als Präsident.

Da Trump Papiere, für die wegen ihres sensiblen Inhalts zum Teil strenge Schutzvorkehrungen vorgeschrieben sind, in seinem privaten Anwesen aufbewahrte, könnte er gegen das Gesetz verstoßen haben. Dies wird nun untersucht.

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Graham war ein enger Trump-Vertrauter

Graham, der in Trumps Amtszeit als enger Vertrauter des Präsidenten galt, beklagte, an seinen Parteikollegen würden strengere Maßstäbe angelegt als an andere. Der Senator verwies unter anderem auf die Affäre um Emails der früheren demokratischen US-Außenministerin Hillary Clinton und sprach von einer „Doppelmoral“.

Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin bis 2013 offizielle Emails über einen privaten und nicht gesicherten Server verschickt. Das FBI ermittelte deswegen, kam aber im Sommer 2016 - mitten im Präsidentschaftswahlkampf, in dem Clinton gegen Trump antrat - zu dem Schluss, dass die Demokratin sich nicht strafbar gemacht hatte.

RND/dpa

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