UN-Vollversammlung: Weder Taliban noch afghanische Delegation kommen zu Wort

Im Streit um das Rederecht für Afghanistan vor der UN-Vollversammlung gehen sowohl die Taliban als auch die gestürzten Vorgängerregierung leer aus.

Im Streit um das Rederecht für Afghanistan vor der UN-Vollversammlung gehen sowohl die Taliban als auch die gestürzten Vorgängerregierung leer aus.

New York. Im Streit um das Rederecht für Afghanistan vor der UN-Vollversammlung gehen beide Seite leer aus. Weder der von den militant-islamistischen Taliban benannte Vertreter Mohammad Suhail Schahin, noch der von der gestürzten Vorgängerregierung akkreditierte UN-Botschafter Ghulam Isacsai würden das Wort ergreifen, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Montag der Nachrichtenagentur AP. Die afghanische UN-Vertretung reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Rückruf.

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Die Taliban hatten die international anerkannte Vorgängerregierung in der ersten Augusthälfte in einem Blitzfeldzug vertrieben. In einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres erklärten sie vor einer Woche, Isacsai sei nicht länger UN-Botschafter. Für diesen Posten hätten sie Schahin nominiert. Isacsai reichte jedoch eine Liste seiner Delegation für die Vollversammlung ein.

Afghanische Delegation spricht nicht

In Streitfällen entscheidet ein Zulassungskomitee aus neun Staaten, das derzeit aus den USA, Russland, China, den Bahamas, Bhutan, Chile, Namibia, Sierra Leone und Schweden besteht und normalerweise im November zusammentritt. UN-Sprecher Dujarric sagte am Freitag, Isacsai werde als akkreditierter UN-Botschafter Afghanistans am Montag reden. Am Montag erklärte er dann, die UN seien darüber informiert worden, dass die afghanische Delegation nicht sprechen werde.

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Die Vereinten Nationen hatten sich schon während der Taliban-Herrschaft von 1996 bis 2001 geweigert, diese als afghanische Regierung anzuerkennen. Stattdessen wurde der UN-Sitz Afghanistans von der Regierung des in den Norden des Landes geflohenen Präsidenten Burhanuddin Rabbani besetzt.

RND/AP

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