Umweltministerin Lemke: Ausbau von Windrädern ist mit Artenschutz vereinbar

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne).

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne).

Berlin. Bundesumweltministerin Steffi Lemke hält den Konflikt zwischen dem Artenschutz und dem Ausbau von Windrädern für lösbar. „Wenn es um den Rückgang der Vogelbestände und deren Lebensräumen geht, werden wir das, was jetzt durch den Ausbau der Erneuerbaren als ein potenzielles Konfliktfeld dazukommt, konstruktiv zwischen den Ministerien lösen“, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

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Der Konflikt sei „nicht so groß wie der zwischen Naturschutz und Landwirtschaft oder zwischen Naturschutz und der Nutzung fossiler Energien“. Auch der Bau von Autobahnen und Fernstraßen bringe mehr Probleme für den Artenschutz mit sich als neue Windräder, sagte Lemke. Es sei das „Markenzeichen dieser Bundesregierung“, solche Hürden gemeinsam anzugehen.

Das Risiko für Vögel, das von Windkraftanlagen ausgehe, lasse sich „auf mehreren Wegen verringern“, sagte Lemke. Es komme hauptsächlich auf die richtigen Standorte und eine „vernünftige Planung“ an. „Das bedeutet, Gebiete zu identifizieren, in denen Windkraft Vorrang haben soll und welche, in denen Windkraftanlagen ausgeschlossen werden.“

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Wenn Windräder bereits in Betrieb seien, könnten Lemke zufolge auch Technologien zum Einsatz kommen, „die erkennen, wann eine hohe Gefahr für Tiere besteht und die die Anlage dann automatisch abschalten“.

Kritik an neuen Windanlagen

Die neue Bundesregierung verfolgt das Ziel, künftig zwei Prozent der Landesfläche für Windräder bereitzuhalten. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums waren bis Ende 2020 bundesweit nur etwa 0,8 Prozent der Gesamtfläche für die Windkraft an Land ausgewiesen und nur etwa 0,5 Prozent tatsächlich dafür verfügbar.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte sich in dieser Woche bei der Regierungsbefragung im Bundestag zuversichtlich geäußert, dass es gut mit dem Ausbau der Windräder in Deutschland vorangehen könne. Auch Lemkes Antwort auf die Frage, ob sich die Zwei-Prozent-Marke erreichen lasse, ist deutlich: „Auf jeden Fall.“

Immer wieder üben Naturschützer Kritik an neuen Windanlagen, da sie dadurch den Schutz von Tieren gefährdet sehen. Das gilt aktuell auch für den Ausbau der Windkraft auf hoher See. Erst am Donnerstag schlug etwa der Naturschutzbund Nabu angesichts der Pläne für neue Anlagen in Nord- und Ostsee Alarm, weil sie aus Sicht des Verbands eine Gefahr für Seevögel und den Schweinswal darstellen.

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RND/dpa

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