Umfrage: SPD bleibt in Führung, doch Union holt auf – Grüne, FDP und AfD verlieren an Zustimmung

Laut neuer Umfrage von Infratest Dimap kann die Union den Vorsprung auf die SPD verringern. Die Sozialdemokraten bleiben aber stärkste Kraft in der Umfrage.

Laut neuer Umfrage von Infratest Dimap kann die Union den Vorsprung auf die SPD verringern. Die Sozialdemokraten bleiben aber stärkste Kraft in der Umfrage.

Berlin. Gut eine Woche vor der Bundestagswahl ist der Vorsprung der SPD vor der Union laut ARD-Deutschlandtrend / Infratest Dimap leicht geschmolzen. Der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge verbessern sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur vorvergangenen Woche zwar um einen Punkt auf 26 Prozent.

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Doch im gleichen Zeitraum kletterten CDU und CSU von 20 auf 22 Prozent. Die Grünen fielen um einen Punkt auf 15 Prozent zurück, und auch FDP und AfD mussten leichte Verluste hinnehmen: Sie liegen gleichauf bei 11 Prozent, das ist ein Minus von 2 Prozentpunkten für die FDP und einem Prozentpunkt für die AfD. Die Linke verharrt bei einem Stimmenanteil von 6 Prozent.

Laschet holt auch in Kanzlerfrage leicht auf

Bei einem Wahlausgang entsprechend der aktuellen Sonntagsfrage würde es rechnerisch für eine Koalition aus SPD und CDU/CSU reichen, darüber hinaus für SPD-geführte Drei-Parteien-Bündnisse mit Grünen und FDP, aber auch mit Grünen und Linken. Rechnerisch möglich wäre ebenso eine unionsgeführte Koalition mit Grünen und FDP.

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Auch im Vergleich der Kanzlerkandidaten konnte CDU-Chef Armin Laschet ein wenig Boden gut machen. Bei einer Direktwahl würden sich der Umfrage zufolge zwar noch immer 40 Prozent der Leute für den SPD-Kandidaten Olaf Scholz entscheiden - doch das sind drei Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich Laschet von 16 auf 19 Prozent. Für Annalena Baerbock von den Grünen würden sich lediglich 13 Prozent entscheiden.

Zwei Drittel der Befragten haben sich schon entschieden

Mit Blick auf die gewünschte Regierungsführung zeigen die Befragten zehn Tage vor der Wahl keine eindeutige Präferenz. Aktuell spricht sich weiterhin rund ein Drittel (34 Prozent) für eine SPD-geführte Regierung aus. Dagegen sprechen sich mittlerweile 29 Prozent für ein weiterhin unionsgeführtes Kabinett aus. Unverändert wünscht sich etwa jeder Achte eine Regierungsbildung unter Führung der Grünen. Für 25 Prozent kommt keine der drei Optionen in Frage.

Für rund zwei Drittel (65 Prozent) ist nach eigenen Angaben die Wahlentscheidung bereits gefallen. Etwa jeder fünfte Befragte (19 Prozent) gibt an, nicht an der Wahl teilnehmen zu wollen oder lässt keine Neigung zu einer Partei erkennen.

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Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind außerdem immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

RND/scs/dpa

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