Schwere Kämpfe in Ostukraine erwartet

Ukrainisches Militär will gesamte Region Kiew „vom Feind befreit“ haben

Ukrainische Soldaten fahren in einem Panzer über eine Straße nahe der Hauptstadt Kiew.

Kiew. Die russischen Truppen haben sich nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums komplett aus der Region um die Hauptstadt Kiew zurückgezogen oder wurden zurückgeschlagen.

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„Irpin, Bucha und Hostomel und das gesamte Gebiet Kiew - vom Feind befreit“, schrieb die stellvertretende Verteidigungsministerin Anna Maljar am Samstagabend auf Twitter.

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Ukrainische Truppen sind am Samstag im Gegenzug von der Hauptstadt Kiew weiter nach Norden vorgerückt. Sie bezogen Stellungen in der Stadt Butscha, nachdem sie Gebiete von russischen Streitkräften zurückerobert hatten. Reporter der Nachrichtenagentur AP zählten sechs Leichen von Zivilisten, die entlang einer Straße und im Vorgarten eines Hauses lagen. Anwohner sagten, die Zivilisten seien von russischen Soldaten ohne erkennbare Provokation getötet worden.

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Russlands Krieg: Ukraine bereitet sich auf russische Offensive im Osten vor

Die Ukraine bereitet sich nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einen massiven russischen Angriff im Osten des Landes vor.

„Diese Leute sind einfach gelaufen und sie haben sie ohne jeden Grund erschossen“, sagte ein Anwohner, der aus Sicherheitsbedenken seinen Namen nicht nennen wollte. „Im Nachbarviertel Stekolka war es noch schlimmer. Sie schossen ohne eine Frage zu stellen.“

Wird Tschernihiw zum „zweiten Mariupol“?

Von dem Rückzug der Russen im Nordwesten Kiews hatten zuvor bereits der britische Geheimdienst und ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskjy berichtet. Demnach haben ukrainische Truppen rund um Kiew mehr als 30 Dörfer zurückerobert. Die russische Militärführung hatte vor einigen Tagen auch selbst erklärt, ihre Angriffe auf den Osten und Süden der Ukraine konzentrieren zu wollen.

Es gebe Luftangriffe auf die Städte Mariupol, Charkiw und Tschernihiw, sagte der Präsidentenberater Olexij Arestowytsch am Samstag im ukrainischen Fernsehen. Neben der Rüstungsindustrie seien auch Wohngebiete betroffen. Das ließ sich nicht unabhängig überprüfen. Russland bestreitet, zivile Ziele anzugreifen.

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Der „Feind“ versuche, Tschernihiw in ein zweites Mariupol zu verwandeln, meinte Arestowytsch. Die Hafenstadt Mariupol ist in den vergangenen Wochen schwer zerstört worden. Tschernihiw sei aber noch über den Landweg zu erreichen. „Die Einwohner können die Stadt verlassen.“ Der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet weiterhin schwere Kämpfe in der Ostukraine.

RND/dpa/AP

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