Unabhängigkeitstag in Kriegszeiten

Für Selenskyj gilt nur ein Sieg der Ukraine – Russland rechtfertigt seinen Angriff auf den Nachbarn

Mitglieder des Akademischen Volkschors von Zakarpattia halten Nationalfahnen während der künstlerischen Aktion „Gebet für die Ukraine" am Unabhängigkeitstag des Landes.

Mitglieder des Akademischen Volkschors von Zakarpattia halten Nationalfahnen während der künstlerischen Aktion „Gebet für die Ukraine" am Unabhängigkeitstag des Landes.

Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zum Unabhängigkeitstag das Ziel bekräftigt, im Krieg gegen Russland alle Gebiete des Landes zurückzuholen. „Für uns ist die Ukraine die ganze Ukraine“, sagte Selenskyj in einer am Mittwoch verbreiteten Videobotschaft. Dazu gehörten auch der Donbass und die Krim und alle Regionen, die unter russischer Besatzung seien.

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„Wir werden kämpfen bis zum Schluss“, sagte er in dem emotionalem Clip mit Kriegsszenen. Selenskyj stand selbst in der Aufnahme auf dem Unabhängigkeitsplatz und der Prachtstraße Chreschtschatyk in Kiew, wo zerstörte russische Panzer und andere Militärtechnik zu sehen sind.

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Selenskyj: Einziges Ziel ist der Sieg der Ukraine

Die russischen Truppen seien gekommen, um eine Militärparade zu feiern, sagte Selenskyj vor den Kriegstrophäen. Sechs Monate wehre sich das Land gegen die Eindringlinge. Der Staatschef würdigte alle, die in Schützengräben, Panzern und überfall für die Unabhängigkeit des Landes kämpften. Einziges Ziel sei, die Unabhängigkeit zu erhalten, der Sieg der Ukraine.

Vor 31 Jahren, am 24. August 1991, hatte die damalige Sowjetrepublik Ukraine nach dem gescheiterten Putsch konservativer Kräfte gegen Generalsekretär Michail Gorbatschow ihre Unabhängigkeit erklärt. Dessen Nachnachfolger im Kreml, Wladimir Putin, befahl den Angriff auf das Nachbarland, um es wieder unter russische Kontrolle zu bringen.

Moskau rechtfertigt seinen Angriff

Sechs Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges hat Moskaus Verteidigungsminister Sergej Schoigu das Vorgehen in dem Land verteidigt. Die Ukraine habe den Friedensplan für die Gebiete im Donbass abgelehnt, sagte Schoigu am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge vor Verteidigungsministern der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). „Von Kiew, das sich geweigert hat, die Vereinbarungen von Minsk zu erfüllen, ging eine reale Gefahr für die Menschen im Donbass aus, und in der Perspektive für die Russische Föderation“, sagte er.

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Russland hatte den Krieg am 24. Februar begonnen – unter anderem mit der Begründung, die Ukraine entmilitarisieren zu wollen. Die „Militäroperation“ laufe nach Plan. „Alle Ziele werden erreicht werden“, sagte Schoigu. Das Tempo der Angriffe habe sich verlangsamt, das sei eine bewusste Entscheidung, um Opfer unter Zivilisten zu vermeiden. „Die Schläge werden mit hochpräzisen Waffen auf Objekte der militärischen Infrastruktur der Streitkräfte der Ukraine ausgeführt.“

RND/dpa

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