Nach Einigung auf Nato-Beitritt

Türkei fordert von Schweden und Finnland Auslieferung von 33 Personen

28.06.22: Die Staats- und Regierungschefs von Schweden, Finnland und der Türkei gemeinsam mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Gipfeltreffen in Madrid. Nach der Einigung im Nato-Streit mit Schweden und Finnland hat die Türkei erneut die Auslieferung von Terrorverdächtigen gefordert.

28.06.22: Die Staats- und Regierungschefs von Schweden, Finnland und der Türkei gemeinsam mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Gipfeltreffen in Madrid. Nach der Einigung im Nato-Streit mit Schweden und Finnland hat die Türkei erneut die Auslieferung von Terrorverdächtigen gefordert.

Istanbul. Nach der Einigung im Nato-Streit mit Schweden und Finnland hat die Türkei erneut die Auslieferung von Terrorverdächtigen gefordert. Im Rahmen des neuen Abkommens mit den beiden Ländern erinnere das Justizministerium daran, dass die Türkei die Auslieferung von insgesamt 33 Personen beantragt habe, sagte Justizminister Bekir Bozdag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch.

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Weg frei für Nato-Mitgliedschaft von Finnland und Schweden

Das türkische Präsidialamt erklärte, man habe Zusagen für konkrete Schritte in Richtung einer Auslieferung von Terrorverdächtigen erhalten.

Von Finnland verlange man die Aushändigung von zwölf mutmaßlichen Terroristen, von Schweden die Überstellung von 21 Verdächtigen. Dabei gehe es um Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der sogenannten Gülen-Bewegung. Ankara macht die Bewegung um den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch von 2016 verantwortlich. Die PKK gilt in der Türkei, Europa und den USA als Terrororganisation.

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Die Türkei hatte am Dienstagabend ihre Blockadehaltung zum Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens aufgegeben. Die drei Länder unterschrieben ein Memorandum, in dem die nordischen Länder der Türkei unter anderem „volle Unterstützung“ gegen Bedrohungen ihrer nationalen Sicherheit aussprechen. Auch Abschiebungen sollen erleichtert werden. Bereits vor dem Abkommen hatte die Türkei die Auslieferung von angeblichen Terroristen aus beiden Ländern verlangt. Nach Angaben türkischer Medien steht auf der entsprechenden Liste auch der regierungskritische Verleger Ragip Zarakolu, der demnach in Schweden lebt.

RND/dpa

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