„Im Nachhinein nicht verteufeln“

Thierse hält Russland-Politik der Vergangenheit für „Erfolgsgeschichte“

Wolfgang Thierse (SPD)

Wolfgang Thierse (SPD)

Berlin. Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat die deutsche Russland-Politik der vergangenen Jahrzehnte verteidigt. Die Entspannungspolitik sei quer durch die demokratischen Parteien betrieben und von der Bevölkerung unterstützt worden.

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Da sagte Thierse der „Berliner Zeitung“ (Dienstag). Er halte sie „gegen alle aktuellen Verteufelungen für eine Erfolgsgeschichte“: „Es waren ja nicht Panzer und Bomben, die zum Zusammenbruch des Sowjetimperiums geführt haben, sondern die Soft Power des Westens“, sagte der 78-Jährige.

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Eine zu starke, einseitige Verflechtung mit Russland etwa im Energiesektor könne man kritisieren, so Thierse weiter: „Sie ist das Ergebnis der Politik der vergangen 20 Jahre.“ Aber auch die westeuropäische Einigung nach 1945 habe mit wirtschaftlichen Verflechtungen begonnen. „Mit der Montanunion. Wechselseitige Abhängigkeiten schaffen, um einen politischen Einigungsprozess in Gang zu setzen zwischen ehemaligen Kriegsgegnern, das war ein Erfolg.“

Diese Erfahrung zu übertragen auf das Verhältnis zu Russland sei „doch keine ganz dumme Idee gewesen. Das sollte man im Nachhinein auch nicht verteufeln“, sagte Thierse.

RND/epd

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