Trotz Spannungen mit China

US-Delegation erneut in Taiwan – Präsidentin Tsai will Beziehung stärken

Tsai Ing-wen, Präsidentin von Taiwan (r), spricht während eines Treffens mit dem Gouverneur des US-Bundesstaates Indiana, Eric Holcomb, im Präsidialamt.

Tsai Ing-wen, Präsidentin von Taiwan (r), spricht während eines Treffens mit dem Gouverneur des US-Bundesstaates Indiana, Eric Holcomb, im Präsidialamt.

Peking. Trotz der Spannungen mit China hat erneut eine US-Delegation die Inselrepublik Taiwan besucht. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen empfing am Montag die Gruppe unter Leitung des Gouverneurs von Indiana, Eric J. Holcomb.

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Bei dem Treffen rief Tsai dazu auf, die gegenseitigen Beziehungen weiter zu stärken. Taiwan werde militärisch von China bedroht. „In diesem Moment müssen demokratische Verbündete zusammenstehen und die Zusammenarbeit in allen Bereichen fördern“, sagte Tsai.

Holcomb war am Sonntag zu dem zuvor nicht angekündigten Besuch in Taipeh eingetroffen. Der Gouverneur versprach, dass Indiana weiterhin am Ausbau einer strategischen Partnerschaft mit Taiwan arbeiten werde. Er freue sich auf zukünftige Kooperationen.

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Besuch von Pelosi sorgt für Eskalation des Konflikts

Erst vergangene Woche waren fünf Kongressabgeordneten unter Leitung des demokratischen Senators Ed Markey nach Taiwan gereist. Der Besuch erfolgte knapp zwei Wochen nach dem heftigen Streit mit Peking um die Reise der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nach Taiwan. Die kommunistische Führung sieht die Insel als Teil der Volksrepublik an, lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh entschieden ab und droht sogar mit einer Eroberung. Taiwan hingegen versteht sich als unabhängig.

Nach dem Besuch Pelosis hatte Peking großangelegte Manöver um Taiwan aufgenommen. Dabei wurden unter anderem eine See- und Luftblockade sowie eine mögliche Eroberung geübt. Auch wurden elf ballistische Raketen gestartet, von denen eine erstmals direkt über Taiwan unweit der Hauptstadt flog. Es war die größte militärische Machtdemonstration seit Jahrzehnten.

RND/dpa

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