Spannungen mit China

Taiwan schießt zivile Drohne nahe dem chinesischen Festland ab

Donnerstag hat Taiwan eine zivile Drohne in der Nähe des chinesischen Festlandes abgeschossen.

Donnerstag hat Taiwan eine zivile Drohne in der Nähe des chinesischen Festlandes abgeschossen.

Taipeh. Vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen mit China hat Taiwan eine zivile Drohne abgeschossen. Wie die taiwanischen Streitkräfte mitteilten, schossen Soldaten das unbemannte Fluggerät am Donnerstag in der Nähe der taiwanischen Insel Kinmen ab, die sich nur wenige Kilometer entfernt vom chinesischen Festland befindet. Vor dem Abschuss seien Warnungen abgegeben worden, um die Drohne zu vertreiben, teilte das Militär mit. Zuletzt wurden rund um Kinmen immer häufiger Überflüge kleiner ziviler Drohnen gemeldet. Am Dienstag hatten Soldaten erstmals Warnschüsse abgefeuert.

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China sieht die demokratisch regierte Insel als Teil der Volksrepublik an. Taiwan hingegen versteht sich als unabhängig.

07.10.2021, Taiwan, Taipeh: Ein Militärhubschrauber zieht eine riesige Taiwan-Fahne hinter sich her und fliegt vor den Feierlichkeiten des Nationalfeiertag am Hochhaus «Taipei 101» vorbei. Die militärischen Bedrohungen von China nehmen zu. China hat eine Rekordzahl ihrer Militärjets in Taiwans Identifikationszone für die Luftverteidigung (ADIZ) geschickt, während das Land bessere Beziehungen zu den USA, Australien, Japan und weiteren europäischen Ländern, wie Litauen, Polen und der Tschechischen Republik, aufbaut. Foto: Daniel Ceng Shou-Yi/ZUMA Press Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zehn Antworten zum Taiwan-Konflikt

„Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um“, warnt Chinas Präsident Xi Jinping seinen amerikanischen Amtskollegen Joe Biden. Ist das nur Säbelrasseln - oder wächst im Konflikt um Taiwan die reale Kriegsgefahr? Zehn Fragen und Antworten zur angespannten Lage im Südchinesischen Meer.

Ein Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan hatte Anfang August schwere Spannungen mit China ausgelöst. Peking begann mit großangelegten Manövern rund um die Inselrepublik. Dabei wurden eine See- und Luftblockade sowie eine mögliche Eroberung geübt. Trotzdem reisten kurz darauf weitere Delegationen mit US-Politikern nach Taiwan.

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Auch am Donnerstag empfing Taiwans Präsidentin Tsai Ing-Wen mit Arizonas Gouverneur Doug Ducey erneut einen Besucher aus den USA. Tsai kündigte an, die Zusammenarbeit mit den USA weiter ausbauen zu wollen. Dabei hob sie vor allem Kooperationen in der Chip-Industrie hervor. Der taiwanische Halbleiter-Hersteller TSMC baut derzeit für zwölf Milliarden US-Dollar ein neues Werk in Arizona.

RND/dpa

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