Wie weit geht Peking?

Taiwans Militär in Sorge: Schneidet China nun alle See- und Luftwege ab?

Auf diesem von der iranischen Armee zur Verfügung gestellten Foto nehmen Kriegsschiffe an einer gemeinsamen Marineübung des Iran, Russlands und Chinas im Indischen Ozean teil. (Symbolbild)

Auf diesem von der iranischen Armee zur Verfügung gestellten Foto nehmen Kriegsschiffe an einer gemeinsamen Marineübung des Iran, Russlands und Chinas im Indischen Ozean teil. (Symbolbild)

Taipeh. Taiwan fürchtet eine See- und Luftblockade durch die angekündigten Manöver Chinas rund um die demokratische Inselrepublik. Das taiwanische Militär sprach nach Angaben der Nachrichtenagentur CNA am Dienstag zudem von einem „schweren Verstoß“ gegen Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen und einer Verletzung der Souveränität des Landes.

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Als Reaktion auf den Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan hatte die Volksbefreiungsarmee bis Sonntag Manöver mit Schießübungen rund um die Insel und nahe der Küste angekündigt und dafür sechs Sperrgebiete ausgewiesen.

Besuch lässt Konflikt weiter aufflammen

Pelosis Besuch in Taiwan ist der ranghöchste aus den USA seit einem Vierteljahrhundert. Peking erhebt auf Taiwan einen Machtanspruch und sieht die Insel nur als Teil der Volksrepublik an. Daher lehnt China offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh strikt ab und hatte die USA vehement vor einem Taiwan-Trip Pelosis gewarnt.

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Nach Pelosi-Besuch: China schränkt Handel mit Taiwan ein

Unter anderem wurde nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums der Export von Sand nach Taiwan ab sofort eingestellt.

Die Manöver sind das größte militärische Muskelspiel seit der Raketenkrise 1995, als China zur Einschüchterung Raketen über Taiwan geschossen hatte und die USA zwei Flugzeugträgergruppen entsandten.

Taiwan bespricht sich mit Japan

Das Ziel der befürchteten Blockade spiegelte auch der einflussreiche chinesische Kommentator und frühere Chefredakteur der parteinahen Zeitung „Global Times“, Hu Xijin, in einem Tweet wider: „Die Wasserwege der wichtigsten Häfen Taiwans werden während der Übungen blockiert.“ Das habe Pelosis Besuch Taiwan „eingebrockt“.

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Taiwans Transportministerium beriet sich bereits mit Japan und den Philippinen, um alternative Schiffsrouten festzulegen, während die Manöver abgehalten werden. Auch wurde mit den Luftfahrt- und Seebehörden Taiwans beraten, wie reagiert werden soll.

RND/dpa

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