2017 von Trump gefeuert

Donald Trumps früherer Chefstratege Steve Bannon steht vor Gericht

Steve Bannon, politischer Berater des ehemaligen Präsidenten Trump, spricht bei der Wahlkampfveranstaltung.

Steve Bannon, politischer Berater des ehemaligen Präsidenten Trump, spricht bei der Wahlkampfveranstaltung.

Washington. Der einstige Chefstratege von Ex-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, muss sich seit Montag wegen Missachtung des Kongresses vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen den 68-Jährigen begann am Montag mit der Auswahl der Geschworenen in einem Gericht in Washington, wie unter anderem die Washington Post und der Sender CNN berichteten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bannon war zuvor mit dem Versuch gescheitert, den Prozessbeginn auf Oktober zu verschieben. Er hatte zuletzt doch eine Aussage vor dem Ausschuss zum Angriff auf das US-Kapitol in Aussicht gestellt - allerdings unter Bedingungen.

Bannon war im vergangenen November wegen Missachtung des Kongresses angeklagt worden, weil er eine Vorladung des Untersuchungsausschusses ignoriert hatte. Ihm wurde auch vorgeworfen, angeforderte Dokumente nicht zur Verfügung gestellt zu haben. Der Richter setzte Bannon bis zu einem Urteil unter Auflagen auf freien Fuß. CNN hatte unter Berufung auf einen Brief Trumps an Bannon berichtet, Ex-Präsident Trump habe sein Amtsprivileg aufgehoben, wonach Bannon über Regierungsangelegenheiten nicht hätte sprechen dürfen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Aus Sicht des Untersuchungsausschusses hatte das Privileg Bannon allerdings ohnehin nicht von der Pflicht befreit, vor dem Gremium zu erscheinen. Trump hatte Bannon bereits 2017 entlassen.

US-Untersuchungsausschuss: Sturm auf das Kapitol war von Trump geplant

Der damalige US-Präsident Donald Trump hat nach Auffassung des Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 den Marsch Tage zuvor geplant.

Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Wahlsieg von Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden bei der vorausgehenden Präsidentschaftswahl zu zertifizieren. Durch die Krawalle kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Der Ausschuss arbeitet den Angriff auf.

Bannon ist Mitgründer der rechten Internetplattform „Breitbart“ und gehört zu den einflussreichsten Stimmen im ultrakonservativen Lager der US-Politik. Dem 68-Jährigen wird ein maßgeblicher Anteil am damals überraschenden Erfolg Trumps zugeschrieben. Das Magazin „Mother Jones“ veröffentlichte zuletzt eine Audiodatei, auf der Bannon einige Tage vor der Präsidentenwahl 2020 zu hören sein soll. „Was Trump tun wird, ist, den Sieg zu erklären. Richtig? Er wird den Sieg verkünden. Aber das bedeutet nicht, dass er ein Gewinner ist“, soll Bannon der Aufnahme zufolge sagen.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen