Staus und Tunnelsperrung: Klimaaktivisten blockieren erneut die Berliner Stadtautobahn

Eine Aufnahme aus der vergangenen Woche: Klimaaktivisten sitzen auf der Autobahn A100 in Berlin.

Berlin. Mehrere Blockaden von Umweltschützern auf Ausfahrten der Berliner Stadtautobahn in Tempelhof haben am Dienstagmorgen für lange Staus gesorgt. Zwischenzeitlich wurde auch der Autobahntunnel Britz in Neukölln gesperrt, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte.

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Der Stau reichte demnach vom Tunnel Britz Richtung Westen bis zum Innsbrucker Platz. Die Polizei nahm 13 Demonstranten vorläufig fest oder stellte ihre Personalien fest für Anzeigen. Mehrere davon waren schon vorher wegen früherer Blockaden bekannt.

Die Demonstranten der Initiative „Essen Retten – Leben Retten“ fordern ein Ende von Lebensmittelverschwendung. Sie blockierten im Berufsverkehr am Dienstagmorgen die Ausfahrten Tempelhofer Damm, Alboinstraße und Sachsendamm, wie die Polizei mitteilte. Jeweils waren es etwa zehn Menschen, die sich beteiligten. Einige klebten sich an die Straße fest. Über Twitter kritisierten sie: „Klimaschutz in Deutschland, Handschellen dafür, dass wir unser Essen retten wollen. Olaf Scholz mach deinen Job dann gehen wir von der Straße.“

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Mehrfach sorgten die Aktivisten in den vergangenen Tagen mit ihren Blockaden für Verkehrsbehinderungen in der Hauptstadt. Bis Dienstag gab es insgesamt 26 dieser Aktionen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Polizei stellte Anzeigen wegen Nötigung und Verstößen gegen das Demonstrationsgesetz. Außerdem prüfte sie, ob sie Kosten für das aufwendige Ablösen von Demonstranten, die sich an der Straße festklebten, einfordert.

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In Videos im Internet war zu sehen, dass erzürnte und zum Teil aggressive Autofahrer versuchten, sitzende oder liegende Blockierer von der Straße zu ziehen oder zu zerren. Die Polizeisprecherin sagte: „Wir raten dringend davon ab, selbst Hand anzulegen.“ Sonst könne es schnell um den Verdacht der Körperverletzung gehen. Autofahrer sollten stattdessen die Polizei rufen.

RND/dpa

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