Ben Grant bei Kampfeinsätzen gefilmt

Sohn britischer Abgeordneter kämpft für die Ukraine

Ukrainische Soldaten, die von Mitgliedern der Fremdenlegion begleitet werden, feuern Mörsergranaten auf russische Stellungen im Osten der Region Charkiw (Archivbild).

London. Nach Angaben aus Kiew kämpfen in der Ukraine rund 20.000 Ausländer an der Seite der örtlichen Streitkräfte. Einer der Kämpfer ist Medienberichten zufolge der Sohn der britischen Parlamentsabgeordneten und ehemaligen Ministerin Helen Grant. Ein Video soll demnach zeigen, wie der 30-jährige Ben Grant in der Ukraine gegen russische Truppen kämpft.

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Wie die britische Zeitung „Independent“ berichtet, ist in dem Video zu hören, wie Grant den Befehl gibt, einen russischen Radschützenpanzer zu zerstören. In einem weiteren Video bringt der Afghanistan-Veteran einen verletzten Kameraden in Sicherheit.

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Im Interview mit dem britischen „Guardian“ begründete Ben Grant seine Entscheidung, freiwillig in den Einsatz für die ukrainische Fremdenlegion zu ziehen, mit einem Video aus der Ukraine. Darin habe er ein Kind bei einem Angriff auf ein Haus schreien gehört. „Ich dachte, ich bin Vater von drei Kindern, und wenn das meine Kinder wären, wüsste ich, was ich tun würde: Ich würde gehen und kämpfen“, schildert der Marineinfanterist sein Erlebnis. Er ist Teil einer Gruppe von sieben ehemaligen britischen Soldaten, die in der Ukraine gegen russische Truppen ins Feld ziehen.

„Ich habe nichts mit der Regierung zu tun“

Den Angaben Grants zufolge soll seine Mutter, die von 2013 bis 2015 Sport- und Tourismusministerin in Großbritannien war, nichts von seiner Entscheidung gewusst haben. „Ich wurde nicht geschickt, habe nichts mit der Regierung zu tun, nichts mit meiner Mutter. Ich will nur klarstellen, dass ich mich völlig selbstständig dazu entschieden habe. Ich habe es nicht einmal meiner Mutter erzählt, aber es ist, was es ist“, sagte Grant gegenüber dem „Guardian“.

Die russische Justiz hat derweil begonnen, Ben Grants Einsatz zu untersuchen. Es werde im Rahmen eine Staatsverfahrens wegen Söldnertums gegen den 30-Jährigen ermittelt, hieß es aus Kreisen der russischen Ermittler auf Telegram. Söldnertum kann in Russland mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden.

RND/ag

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