Sicherheitskräfte entdecken Massengräber

Ende September konzentrierte die irakische Armee Verbände, um die Stadt Hawidscha vom IS zurückzuerobern.

Ende September konzentrierte die irakische Armee Verbände, um die Stadt Hawidscha vom IS zurückzuerobern.

Hawidscha/Damaskus/Bagdad. Im Nordirak sind auf dem Gelände einer ehemaligen US-Militärbasis mehrere Massengräber mit Hunderten mutmaßlichen Opfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) entdeckt worden. Der Stützpunkt al-Bakara nahe der Stadt Hawidscha sei vom IS als Hinrichtungsstätte genutzt worden, sagte der Gouverneur der Region Kirkuk, Rakan Said, irakischen Medienberichten zufolge am Samstag. Die Terroristen hätten dort „nicht weniger als 400 Opfer“ exekutiert. Demnach forderte Said die irakische Regierung und die Vereinten Nationen auf, die Massengräber zu inspizieren und die Opfer zu identifizieren.

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Die irakischen Kräfte hatten Hawija Anfang Oktober vom IS zurückerobert. Der Schäfer Chalaf Luhaibi, der die Truppen zu den Gräbern geführt hatte, sagte, der IS habe Gefangene in das Gebiet gebracht und sie entweder erschossen oder mit Öl übergossen und angezündet. Das Gelände war übersät mit zerrissenen Kleidungsstücken und offenbar menschlichen Knochen und Schädeln.

Die Terrormiliz erobert eine syrische Grenzstadt zurück

Inzwischen kontrolliert der IS überwiegend nur noch Gebiete im Westen des Iraks, an der Grenze zu Syrien. Dort hatte der IS erst am Samstag die Stadt Albu Kamal zurückerobert. Der IS habe die Regimekräfte in der ostsyrischen Grenzstadt Albu Kamal zum Rückzug an die Ortsgrenze gezwungen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Es gebe auf beiden Seiten zahlreiche Todesopfer.

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Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete zunächst nicht über die Kämpfe. Die syrische Armee und die Menschenrechtler hatten am Donnerstag gemeldet, die Regierungskräfte hätten die sunnitische Terrormiliz aus Albu Kamal vertrieben.

Die Grenzstadt ist strategisch wichtig, da sie die IS-Gebiete in Syrien und im Irak miteinander verbindet. Die Extremisten haben nach Angaben der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition mittlerweile mehr als 95 Prozent ihres früheren Herrschaftsgebietes in den beiden Ländern verloren. Die Extremisten kontrollieren nur noch wenige von Wüste geprägte Regionen an der Grenze.

Von dpa/AP/RND

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