Panzersperren in Region Luhansk

Mit „Drachenzähnen“ will Russland die Ukrainer stoppen

Einschlag eines Artilleriegeschosses in der Region Luhansk.

Einschlag eines Artilleriegeschosses in der Region Luhansk.

Was haben die Russen vor? Auf neuen Satellitenbildern aus der Region Luhansk tauchen in mehreren Linien hintereinander Betonspitzen auf, die aus der Erde ragen, sogenannte Drachenzähne. Das sind Panzersperren, die allerdings eher an die Weltkriege des letzten Jahrhunderts erinnern als an moderne Kriegsführung.

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„Die Verteidigungslinie besteht aus zwei Reihen von ‚Drachenzähnen‘, gefolgt von einem Graben, der wahrscheinlich Fahrzeuge aufhalten soll, und dann Schießstellungen für Infanterie und Fahrzeuge“, zitiert die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“ Benjamin Pittet (22) aus Biel, einen Bauzeichner und Hobby-Experten, der die Bewegungen der Russen von oben beobachtet.

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Die russische Nachrichtenagentur „Riafan“ hat ein Video veröffentlicht, das den oben beschriebenen Bau des russischen Verteidigungswalls dokumentiert. „So wird die Verteidigungslinie in der Volksrepublik Luhansk aufgebaut. Höckerlinien, Gräben, Schützengräben. Alles nach Militärwissenschaft. Die technischen Einheiten der Gruppe Wagner sind im Einsatz“, heißt es da auf Telegram.

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Der frühere russische Geheimdienstoffizier und Separatistenführer Igor Girkin teilte das Video auf Twitter und betitelte den Bau als „Putins Maginot-Linie“. Das war jener Festungsgürtel, mit dem sich Frankreich vor dem Zweiten Weltkrieg vor einem Überfall Deutschlands schützen wollte. Wie Bilder der europäischen Beobachtungssatelliten Sentinel belegen, müssen die Schanzarbeiten zwischen dem 25. September und dem 5. Oktober stattgefunden haben.

Die Satellitenbilder sprechen eine eigene Sprache: Offensichtlich versucht Russland auch hier, nahe der Stadt Bachmut, wo man sich eigentlich in einer Offensive befindet, Gebiete zu sichern. Befürchtet werden offenbar erfolgreiche ukrainische Gegenstöße. Moderne Panzer können solche antiquierten Wälle aber kaum stoppen.

RND/stu

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