Tarifverhandlungen

Verdi kündigt weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst an

Ein Beschäftigter trägt bei einem Warnstreik eine Warnweste von Verdi.

Ein Beschäftigter trägt bei einem Warnstreik eine Warnweste von Verdi.

Dresden (dpa/sn). Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat Verdi für diese Woche in Sachsen zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Wie die Gewerkschaft mitteilte, starteten etwa am Montag Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen in den Landkreisen Vogtland und Zwickau mit einem zweitägigen Warnstreik. Hier soll vorrangig die Poststelle bestreikt werden.

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Verdi zufolge werden ab Donnerstag im Landkreis Vogtland und Zwickau Angestellte aller Verwaltungseinrichtungen in den Kommunen - unter anderem Kitas, Städte und Landratsämter - für zwei Tage ihre Arbeit niederlegen. Zudem soll es im Landkreis Meißen eine Kundgebung vor dem Landratsamt geben. Die Gewerkschaft wirft dem dortigen Landrat Ralf Hänsel (CDU) vor, unnötige Schärfe in den Tarifkonflikt gebracht zu haben. Auch in Dresden soll am Donnerstag gestreikt werden. Betroffen sind unter anderem Kitas sowie Eigenbetriebe der Stadt Dresden - im Städtischen Klinikum soll allerdings nicht gestreikt werden.

Am Freitag sind zudem Warnstreiks in den Landkreisen Görlitz, Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge geplant. Die Gewerkschaft rechnet etwa mit einer deutlichen Beteiligung in Kitas - unter anderem in Freital, Dohna, Pirna und Heidenau. Ebenso soll im Jobcenter und in Kommunalverwaltungen - also in der Gemeindeverwaltung und im Landratsamt - sowie in Sparkassen gestreikt werden. Im Landkreis Görlitz setzen Verdi zufolge am Donnerstag unter anderem die Stadt- und Gemeindeverwaltungen in Weißwasser, Schleife und Niesky zum Warnstreik an.

Auch in Nordsachsen seien derzeit weitere Warnstreiks in Vorbereitung. Diese würden in den nächsten Tagen von der Gewerkschaft kommuniziert, hieß es.

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Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Auszubildende, Studierende und und Praktikanten sollen 200 Euro mehr im Monat erhalten. Die Angebote der Arbeitgeber wurden von den Streikenden bislang als unzureichend zurückgewiesen. Die nächste Verhandlungsrunde findet vom 27. bis 29. März in Potsdam statt.

© dpa-infocom, dpa:230320-99-21356/2

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