Rechtsextreme Wehrsportgruppe soll Anschläge auf Migranten geplant haben

Die Flagge der Bundesrepublik Deutschland auf den Ärmeln von Bundeswehruniformen. Eine Wehrsportgruppe aus ehemaligen Fallschirmjägern und Reservisten der Bundeswehr aus Niedersachsen soll Anschläge auf Migranten geplant haben (Symbolbild).

Die Flagge der Bundesrepublik Deutschland auf den Ärmeln von Bundeswehruniformen. Eine Wehrsportgruppe aus ehemaligen Fallschirmjägern und Reservisten der Bundeswehr aus Niedersachsen soll Anschläge auf Migranten geplant haben (Symbolbild).

Eine Wehrsportgruppe aus ehemaligen Fallschirmjägern und Reservisten der Bundeswehr aus Niedersachsen soll Anschläge auf Migranten geplant haben. Diesen Verdacht prüfen derzeit Sicherheitsbehörden, wie der „Spiegel“ in seiner neuesten Ausgabe berichtet.

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Jens G., Oberstleutnant der Reserve, soll demnach die Gruppe anführen und Übungen organisiert haben. Infolge des Verdachts ermittelt die Staatsanwaltschaft Lüneburg zudem gegen weitere neun Beschuldigte. Ihnen wird vorgeworfen, sich einer bewaffneten Gruppe angeschlossen beziehungsweise diese befehligt zu haben.

Verbindungen ins Verteidigungsministerium

Brisant ist außerdem, dass Jens G. engen Kontakt zu einem Mitarbeiter des Bundesverteidigungsministeriums gepflegt haben soll. Der Mi­litärische Abschirmdienst (MAD) sei bei einer routinemäßigen Sicherheitsüberprüfung des Mitarbeiters auf Hinweise gestoßen, die den Schluss zuließen, dass der Mitarbeiter eine rechtsextreme Gesinnung habe.

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Daraufhin entdeckten Beamte den Kontakt zu Jens G. auf dem Mobiltelefon des Mitarbeiters, wie der „Spiegel“ schreibt. Als Referent in der Abteilung „Strategie und Einsatz“ habe er Zugang zu sensiblen Geheiminforma­tionen etwa über das Kommando Spezialkräfte und über verdeckte Ermittler des MAD gehabt.

Das Verteidigungsministerium habe dem Re­ferenten deshalb umgehend alle Zugänge zu sensiblen Daten und seiner Abteilung untersagt. Ob es über den Mitarbeiter Abflüsse von Informationen gegeben hat, sei noch unklar, werde aber vom MAD überprüft. Zudem untersuche der Militärgeheimdienst sein engeres Ar­beitsumfeld umfassend.

Durchsuchungen in drei Bundesländern

Bei einer Durchsuchung von acht Objekten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin im September seien Ermittler auf Hinweise gestoßen, die ihren anfänglichen Verdacht gegen die Gruppe von Reservisten erhärteten. Dabei wurden offenbar Waffen, Munition und Material konfisziert, das eine rechtsextreme Gesinnung der Reservisten nahelege.

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Schon im vergangenen Jahr machte mehrfach die rechtsextreme und konspirative Gruppe Nordkreuz Schlagzeilen, die vornehmlich aus aktiven und ehemaligen Bundeswehrsoldaten bestand. Der Verband der Reservisten der Bundeswehr gelobte, Rechtsextreme aus seinen Reihen ausschließen zu wollen.

RND/sic

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