„Angriff auf die Versorgungssicherheit“

Polizei nimmt Klimaaktivisten in Gewahrsam – Kohlekraftwerk zur Hälfte vom Netz genommen

Tagebau Jänschwalde, im Hintergrund das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde des Energiekonzerns Vattenfall.

Tagebau Jänschwalde, im Hintergrund das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde des Energiekonzerns Vattenfall.

Jänschwalde. Nach einer Blockade von Gleis- und Förderanlagen auf dem Gelände des brandenburgischen Braunkohlekraftwerks Jänschwalde durch Klimaaktivisten hat die Polizei begonnen, besetzte Bereiche zu räumen. Erste Personen seien am Montag in Gewahrsam genommen worden, teilte Polizeisprecher Maik Kettlitz mit. Die Polizei sei dabei, Aktivisten in drei verschiedenen Bereichen von den Gleisen- und Förderanlagen zu lösen.

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Zuvor hatte der Betreiber Leag mitgeteilt, dass wegen der Aktion zwei Blöcke komplett vom Netz genommen worden seien. Damit sei nur noch die Hälfte des Kraftwerks im Betrieb. Zur genauen Zahl der Menschen auf dem Gelände konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Sie erhielt Unterstützung von der Bundespolizei.

Die Klimaaktivisten waren am Montagmorgen auf das Kraftwerksgelände im Süden Brandenburgs eingedrungen. Die Gruppe „Unfreiwillige Feuerwehr“ teilte mit, etwa 40 Menschen blockierten unter anderem den Kohlebunker und die Gleisverbindungen zum Kraftwerk. Ein Sprecher des Energieunternehmens Leag bestätigte, dass sich Aktivisten am sogenannten Grabenbunker befänden, wo Kohle gelagert wird. Der Betreiber des Kraftwerks sprach von einem „Angriff auf die Versorgungssicherheit“.

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„Klar ist, es handelt sich um eine Straftat“, betonte der Polizeisprecher. Ermittelt werde wegen Störung öffentlicher Betriebe und Hausfriedensbruch. Ein Protest dürfe nicht auf Kosten der Energieversorgung durchgeführt werden, so Kettlitz. Das Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde ist das drittgrößte in Deutschland. Das Werk liegt etwa 15 Kilometer nördlich von Cottbus.

RND/dpa

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