„Weiß nicht, was mich mehr irritiert …“

Twitter-Beitrag gegen Letzte Generation – CDU-Abgeordneter Ziemiak erntet Spott

Der frühere CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat mit einem Beitrag auf Twitter gegen die Klimaschutzgruppe Letzte Generation geätzt – und dafür Spott und Häme kassiert.

Der frühere CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat mit einem Beitrag auf Twitter gegen die Klimaschutzgruppe Letzte Generation geätzt – und dafür Spott und Häme kassiert.

Sie kleben sich auf Straßen oder an bedeutenden Kunstwerken fest – und haben kürzlich sogar den Betrieb auf dem Berliner Flughafen kurzfristig zum Erliegen gebracht: Die Klimaschutzgruppe Letzte Generation polarisiert bundesweit mit ihren drastischen Störaktionen, um mehr Klimaschutz durchzusetzen. Auch in der Politik sorgen die Aktivistinnen und Aktivisten für Debatten und erhitzte Gemüter.

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Wie wenig der ehemalige CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak von der Klimaschutzgruppe und deren Aktionen für mehr Klimaschutz hält, hat er nun in den sozialen Medien gezeigt – und damit das Thema weiter angeheizt.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete teilte am Sonntag ein Bild von sich auf Twitter, das ihn in einem Waldstück mit Spaten in der Hand zeigt. „Wir sind nicht die letzte Generation!“, schrieb er dazu. „Deshalb pflanzen wir als CDU Iserlohn 1000 neue Bäume im Stadtwald.“

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Ein klarer Fingerzeig in Richtung der Klimaschutzgruppe Letzte Generation, wie Ziemiak geeignete Aktionen für den Kampf gegen den Klimawandel versteht. Bei vielen Twitter-Nutzenden sorgte sein Beitrag jedoch vor allem für Kopfschütteln.

„Bäume bei Frost pflanzen, läuft“

„Ich zitiere aus dem Jahr 2020: ‚1000 Bäume binden etwa 10 bis 13 Tonnen CO₂ pro Jahr. Ein einziger Deutscher verursacht etwa 8 bis 10 Tonnen CO₂ pro Jahr‘“, kommentierte der „Spiegel“-Journalist Jonas Schaible. „Wir sind nicht die letzte Generation, die die Erde bewohnt – aber die letzte, die das Erreichen von Kipppunkten verhindern kann“, schrieb jemand anderes und fügte an: „Und darum müssen wir weit mehr tun, als nur Bäume zu pflanzen!“

Ein Twitter-Account versuchte sich in einem Vergleich: „Das ist ungefähr so, als würde man ein Gebäude, dessen Erdgeschoss lichterloh in Flammen steht, nicht löschen, stattdessen das 2. OG renovieren und die Botschaft senden: ‚Wir schaffen den Wohnraum von morgen.‘“

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Manche hinterfragten den Zeitpunkt der Pflanzaktion. „Und warum genau wartet Ihr nicht, bis der Frost vorbei ist?“, schrieb einer. Ein anderer machte deutlich: „Bei Minusgraden und Schnee ist das keine so gute Idee, Überlebenschancen liegen bei null.“ Auch der Account der SPD Hüttenberg stichelte: „Spaten verkehrt rum und Bäume bei Frost pflanzen, läuft.“

Die deutsche Journalistin, Schauspielerin und Moderatorin Shary Reeves beschäftigten gleich mehrere Dinge. „Bin mir nicht sicher, was mich hier mehr irritiert, das Waldarbeiter-Outfit von Ralph Lauren, die Baumpflanz-Profi-Schaufel oder das optimistische zeit- und kostenaufwendige Vorhaben 1000 Bäume am Stück? Ich bin offen für den Gedankenaustausch!“

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Auch die Umgebung, in der sich Ziemiak auf dem Foto zeigt, beschäftigte die Community. Ein Nutzer schrieb sarkastisch: „Vielen Dank für Ihren Einsatz, Herr Ziemiak! Und vielen Dank auch für Ihre Ehrlichkeit, wenn Sie als Hintergrundszenerie das Ergebnis von 16 Jahren CDU-Umwelt- und ‑Klimapolitik wählen. So viel Offenheit findet man selten.“

RND/jst

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