Rechtspartei in der Dauerkrise

NPD will sich einen neuen Namen geben: „Keine Zukunft, wenn wir beim Status quo bleiben“

Ein Wahlplakat der NPD hängt zerrissen an einem Laternenpfahl. (Archivbild)

Ein Wahlplakat der NPD hängt zerrissen an einem Laternenpfahl. (Archivbild)

Die NPD will nach einer Dauerkrise in den vergangenen Jahren mit einem neuen Namen einen Rettungsversuch unternehmen. Zuerst hatte darüber die „taz“ berichtet.

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„Die Partei hat keine Zukunft, wenn wir beim Status quo bleiben“, sagte Parteivorsitzender Frank Franz in einem Video der NPD. Der Name sei noch nicht bekannt, die Devise aber offenbar bereits ausgegeben: aktivistischer und anschlussfähiger sollen die Rechtsextremen werden. Deshalb brauche es einen „neuen, frischen Namen“, der die Leute nicht abschrecke, so Franz.

Vorgestellt werden soll der Name auf einem Parteitag ab 14. und 15. Mai im hessischen Altenstadt. Dann stimmen Vertreterinnen und Vertreter der NPD auch über den neuen Parteinamen ab. „Der Name NPD ist verbrannt“, die Partei müsse den Titel hinter sich lassen, so Parteivize Ronny Zasowk in einem weiteren Video. Auch Thorsten Heise, ebenfalls Parteivize, beklagt, dass die NPD „überhaupt gar keine Wahlerfolge mehr habe“. Es brauche zudem eine Anbindung an „konservativere Kreise“.

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AfD-Aufstieg macht der NPD zu schaffen

Die Jugend der NPD drohte offenbar mit der Abspaltung von der Mutterpartei, sollte keine Umbenennung erfolgen. Außerdem benötige es „weitreichende personelle Wechsel“. Die Jungen Nationalen stellten sogar eine Auflösung in den Raum, sollte es keinen Umschwung innerhalb der kommenden zwei Jahre geben, berichtet die „taz“.

In den vergangenen Jahren hatte der NPD vor allem das Erstarken der AfD in Deutschland zu schaffen gemacht, viele ihrer früheren Wählerinnen und Wähler wanderten zu der vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuften Partei ab. Immer wieder gibt es Berichte von früheren NPD-Kadern, die inzwischen für die AfD tätig sind.

RND/sic

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