Südkorea verurteilt Waffenprogramm

Nordkorea feuert erneut ballistische Raketen ab

Ein Fernsehbildschirm zeigt im Bahnhof von Seoul ein Nachrichtenprogramm mit einem Bericht über einen nordkoreanischen Raketenstart. Nordkorea hat am Samstag ballistische Raketen auf das Meer abgefeuert. Militärvertreter Südkoreas, Japans und der USA teilten mit, sie hätten zwei Raketenstarts festgestellt.

Ein Fernsehbildschirm zeigt im Bahnhof von Seoul ein Nachrichtenprogramm mit einem Bericht über einen nordkoreanischen Raketenstart. Nordkorea hat am Samstag ballistische Raketen auf das Meer abgefeuert. Militärvertreter Südkoreas, Japans und der USA teilten mit, sie hätten zwei Raketenstarts festgestellt.

Seoul. Nordkorea hat am Samstag ballistische Raketen auf das Meer abgefeuert. Militärvertreter Südkoreas, Japans und der USA teilten mit, sie hätten zwei Raketenstarts festgestellt. Südkorea erklärte, der Abschuss sei aus der Region der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang erfolgt. Südkoreanischen und japanischen Schätzungen zufolge flogen die Raketen etwa 350 bis 400 Kilometer in einer maximalen Höhe von 30 bis 50 Kilometern, bevor sie in den Gewässern zwischen der Koreanischen Halbinsel und Japan landeten.

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Vermehrte Waffentests Nordkoreas in den vergangenen Tagen

Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol verurteilte das Waffenprogramm des Nachbarlandes in ungewöhnlicher Schärfe. Nordkoreas „Besessenheit“ mit Nuklearwaffen vertiefe das Leid seiner eigenen Bevölkerung. Dazu warnte er vor einer „überwältigenden Reaktion“ des südkoreanischen und des US-Militärs, sollte es zu einem Einsatz solcher Waffen kommen. Die Entwicklung von Atomwaffen durch Nordkorea werde weitere Schmerzen für das nordkoreanische Volk bedeuten, erklärte er bei einer Militärzeremonie.

Nordkorea feuert ballistische Rakete ab

Der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte teilte mit, dass eine Testrakete etwa 600 Kilometer weit in Richtung offenes Meer geflogen sei.

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Yoons Äußerungen könnten den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un verärgern. Dieser hatte im Juli gesagt, Yoons Regierung werde von auf Konfrontation ausgerichteten Wahnsinnigen und „Gangstern“ geführt. Kim hat auch Angebote umfassender Unterstützung für sein Land im Gegenzug für Denuklearisierung abgelehnt.

Die vermehrten Waffentests Nordkoreas in den vergangenen Tagen werden als Reaktion auf gemeinsame Marineübungen Südkoreas mit den USA und eine weitere Übung mit Japan betrachtet. Nordkorea betrachtet derartige Militärübungen als Vorboten einer Invasion und reagiert darauf oftmals mit Raketentests oder Kriegsrhetorik.

Ino: Raketentests „absolut unzulässig“

Japans Vize-Verteidigungsminister Toshiro Ino sagte, die Flugbahn der am Samstag beobachteten Raketen sei „unregelmäßig“ gewesen. Einige Beobachter sagen, die Berichten zufolge niedrige und „irreguläre“ Flugbahn lege nahe, dass es sich möglicherweise um atomar bestückbare, hoch manövrierfähige, den russischen Iskander-Raketen nachempfundene Waffen handele. Die fünf anderen ballistischen Raketen, die Nordkorea in den vergangenen Tagen bei drei anderen Gelegenheiten abgefeuert hatte, hatten einen ähnlichen Flugverlauf wie die am Samstag entdeckten gezeigt.

Der wiederholte Abschuss ballistischer Raketen durch Nordkorea sei eine schlimme Provokation, die Frieden und Sicherheit auf der Koreanischen Halbinsel und in der internationalen Gemeinschaft untergrabe, teilte der südkoreanische Generalstab mit. Ino nannte die Raketentests „absolut unzulässig“ und die Häufigkeit binnen einer Woche „beispiellos.“

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Das U.S. Indo-Pacific Command erklärte, die Raketenstarts betonten „den destabilisierenden Einfluss“ von Nordkoreas rechtswidrigen Programmen für Massenvernichtungswaffen und ballistische Raketen.

RND/AP

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