Flug über Rumänien und Ungarn

Niemand hat eingegriffen: Drohne fliegt durch zwei Nato-Staaten und stürzt ab

Kroatische Militärs sowie der Ministerpräsident Kroatiens besuchten am Samstag die Absturzstelle einer Drohne in Zagreb.

Kroatische Militärs sowie der Ministerpräsident Kroatiens besuchten am Samstag die Absturzstelle einer Drohne in Zagreb.

Zagreb. Kroatien hat sich nach einem Drohnenabsturz in der Hauptstadt Zagreb über eine mangelnde Kooperation innerhalb der Nato beschwert. Der kroatische Ministerpräsident, Andrej Plenković, sagte am Samstagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP, es sei „nicht hinnehmbar“, dass eine Aufklärungsdrohne durch den Luftraum von zwei Nato-Mitgliedstaaten fliegen könne. „Wir können eine solche Situation nicht mehr tolerieren“. Daher habe er sich per Brief bei der EU sowie bei der Nato über den Vorfall beschwert.

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Am Donnerstagabend war eine Drohne des Typs Tupolew Tu-141 in der Nähe der Zagreber Innenstadt in einen Park gestürzt – nur knapp 200 Meter von einem Wohngebiet entfernt. Die Drohne soll 14 Meter lang und mehr als sechs Tonnen schwer gewesen sein – Verletzte gab es offenbar nicht.

Unfall, Fehler oder Absicht?

Die Drohne soll von ukrainischem Gebiet aus gestartet und über Rumänien und Ungarn nach Kroatien geflogen sein. Alle drei Länder sind Mitglieder im Nato-Militärbündnis. Plenković kritisierte Rumänien, Ungarn sowie die Nato, dass die Drohne unbehelligt bis nach Kroatien kommen konnte. Sie sei etwa 40 Minuten lang im ungarischen Luftraum unterwegs gewesen, ohne dass Kroatien benachrichtigt worden sei.

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Nach AFP-Angaben sagte der kroatische Ministerpräsident, es sei unklar, „in wessen Besitz“ die Drohne gewesen sei. Man wisse demnach auch nicht, ob der Flug „ein Unfall, ein Fehler oder Absicht war“. Russland und die Ukraine hätten bestritten, die Drohne abgeschickt zu haben.

RND/jw

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