Nach Vermittlungen Russlands: Waffenruhe im Süden Syriens tritt in Kraft
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Zwei syrische Jungen gehen Hand in Hand an zerstörten Häusern in der syrischen Stadt Douma vorbei. Im Süden Syriens ist am Mittwoch ein von Russland vermittelter Waffenstillstand in Kraft getreten.
© Quelle: Mohammed Badra/epa/dpa
Beirut. Im Süden Syriens ist am Mittwoch ein von Russland vermittelter Waffenstillstand in Kraft getreten.
Russische Militärpolizei werde im Altstadtviertel von Daraa aufgestellt, teilte die in Großbritannien beheimatete syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Rebellenkämpfer sollten entweder entwaffnet werden oder abziehen. Der Oppositionspolitiker Adnan Masalmeh sagte, es sei auch ein Ende der Belagerung von Daraa vereinbart worden.
Der staatliche Fernsehsender Al-Ichbarijah berichtete, Regierungsgegner sollten ihre Waffen in einem dafür eingerichteten Zentrum abgeben oder die Gegend verlassen. Die meisten derer, die sich für die zweite Möglichkeit entschieden hätten, seien unterwegs in den Norden des Landes, wo es ein weiteres von Rebellen kontrolliertes Gebiet gibt.
Daraa gilt als Wiege des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad, der in den jetzt mehr als zehn Jahre anhaltenden Bürgerkrieg mündete. Um das Viertel Daraa al-Balad hatte es seit Wochen Kämpfe gegeben. Dutzende Kämpfer und Soldaten wurden getötet. Viele Einwohner flohen. Die Opposition machte die Regierung für die Eskalation verantwortlich und erklärte, diese wolle die Aufständischen zur Kapitulation zwingen.
RND/AP