Nach Trucker-Protesten: Kanadische Provinzen streichen Corona-Maßnahmen

Kanada: Demonstranten versammeln sich, um gegen Corona-Mandate zu protestieren und einen Protest von Trucker gegen Corona-Beschränkungen in Ottawa zu unterstützen (Symbolbild)

Kanada: Demonstranten versammeln sich, um gegen Corona-Mandate zu protestieren und einen Protest von Trucker gegen Corona-Beschränkungen in Ottawa zu unterstützen (Symbolbild)

Toronto. Mehrere kanadische Provinzen haben eine Aufhebung ihrer Corona-Einschränkungen angekündigt. Alberta, Saskatchewan, Quebec und Prince Edward Island kündigten an, einige oder alle Maßnahmen zurückzunehmen. Alberta, die konservativste Provinz im Land, hebt die 2G-Regel für Restaurants sofort auf und will die Maskenpflicht bis Ende des Monats abschaffen. Die Proteste von Lastwagenfahrern in der Hauptstadt Ottawa und an wichtigen Grenzübergängen zu den USA hielten am Mittwoch dennoch an.

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Die Oppositionsführerin in Alberta, Rachel Notley, warf dem Regierungschef der Region, Jason Kenney, vor, er lasse es zu, dass eine illegale Blockade Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit diktiere. Seit mehr als eineinhalb Wochen blockieren Demonstranten den Grenzübergang in Coutts, Alberta. Etwa 50 Lastwagen standen auch am Mittwoch noch dort. Außerdem legten noch immer mehr als 400 Lastwagen das Stadtzentrum von Ottawa lahm. Die Fahrer blockierten auch den dritten Tag in Folge die Ambassador Bridge zwischen Detroit auf amerikanischer und Windsor auf kanadischer Seite. Der Verkehr wurde an der Einfahrt nach Kanada gehindert, während ein Teil des Verkehrs in Richtung USA weiterlief.

Trump unterstützt Trucker

Der von den Fahrern so genannte „Freedom Truck Convoy“ wird von Moderatoren des US-Fernsehsenders Fox News beworben und von zahlreichen republikanischen Politikern unterstützt, darunter auch der ehemalige Präsident Donald Trump. Trump bezeichnete den kanadischen Premierminister Justin Trudeau als „weit links stehenden Verrückten“, der „Kanada mit irrsinnigen Covid-Mandaten zerstört hat“.

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Einige Demonstranten protestieren gegen eine am 15. Januar in Kraft getretene Vorschrift, nach der Lkw-Fahrer bei der Einreise nach Kanada vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein müssen. Aber bei den Protesten geht es auch um Widerstand gegen Gesichtsmasken und andere Corona-Beschränkungen sowie Hass auf Trudeau. Die Demonstranten fordern die Absetzung seiner Regierung, obwohl die meisten Corona-Maßnahmen von den Provinzregierungen eingeführt wurden.

Kanada hat deutlich weniger Corona-Tote als die USA

Die Pandemie-Beschränkungen sind in Kanada weitaus strenger als in den USA, aber die Kanadier haben sie weitgehend unterstützt. Die Corona-Todesrate in Kanada liegt bei etwa einem Drittel der Rate in den USA.

RND/AP

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