Nach offenem Brief von Schülern: Bildungsministerin und KMK-Präsidentin zeigen sich gesprächsbereit

Karin Prien sieht nicht den großen Bedarf: Lehrer benutzten auch ihre eigenen Geräte, „so wie sie auch ihre eigenen Stifte und Aktentaschen benutzen“.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien. (Archivbild)

Berlin. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), haben Schülervertretern wegen der Corona-Lage an Schulen Gespräche angeboten. „Mir ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler und ihre Vertreter wissen, dass sie gesehen und gehört werden“, schrieb Stark-Watzinger am Donnerstag bei Twitter. Ihr Gesprächsangebot an die Bundesschülerkonferenz stehe. „Gerne bin ich zum Austausch mit weiteren Schülervertretern über die Situation an den Schulen bereit“, fügte sie hinzu.

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Ähnlich äußerte sich die schleswig-holsteinische Bildungsministerin und derzeitige KMK-Präsidentin Karin Prien: „Es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen Schüler-, Eltern- und Lehrervertretungen auf Länderebene mit den Bildungsministerien“, schrieb sie bei Twitter. Sie habe gleich nach Amtsantritt auch der Bundesschülerkonferenz Gespräche angeboten. „Wenn Sie/Ihr außerhalb der gewählten Schülervertretungen sprechen wollt, lade ich persönlich dazu gerne ein.“ Prien bot „volle Transparenz“ und einen Livestream des Gesprächs an, „damit alle zuschauen können“.

#WirWerdenlaut: Schüler fühlen sich im Stich gelassen

Hintergrund ist ein offener Brief von Schülervertretern, der im Netz unter dem Hashtag #WirWerdenlaut geteilt wird. Er richtet sich an Prien, Stark-Watzinger, Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und die Bundesländer. Die Schülerinnen und Schüler werfen der Politik darin vor, sie im Stich zu lassen. „Der aktuelle Durchseuchungsplan ist unverantwortlich und unsolidarisch.“ Gefordert werden unter anderem Luftfilter in allen Schulen, kleinere Lerngruppen und PCR-Pooltests. Das Schreiben richtet sich zudem gegen die Präsenzpflicht. Schülerinnen und Schüler müssten mit ihren Familien selbst entscheiden können, in welcher Art der Beschulung sie sich wohler und sicherer fühlten. Prien sagte zu, den Brief am Freitag im KMK-Präsidium anzusprechen.

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Die Kultusministerkonferenz legte am Donnerstag neue Zahlen zur Situation an Schulen vor. Demnach waren in der vergangenen Woche knapp 500.000 Corona- und Quarantäne-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt (Vorwoche rund 360.000). Das waren bezogen auf die Gesamtzahl von rund zehn Millionen Schülern, die der Statistik zugrunde liegen, etwa fünf Prozent. Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern.

Zahlen nur noch bedingt aussagekräftig

Allerdings geben die Daten nur einen groben Überblick. So meldet Berlin inzwischen keine Zahlen mehr. Begründung: „In der Schule durchgeführte Schnelltests werden nicht mehr durch PCR-Tests bestätigt, so dass keine validen Daten vorliegen.“ Aus Hamburg und Niedersachsen liegen keine Daten zu Quarantänefällen vor.

Bei den etwa 900.000 Lehrkräften waren in der vergangenen Woche rund 20.000 Corona- oder Quarantänefälle bekannt (Vorwoche 15.000). Von den mehr als 28.000 Schulen, die in die Statistik einfließen, waren deutschlandweit 14 ohne Präsenzbetrieb (Vorwoche 10). Bei etwa 1800 gab es Einschränkungen (Vorwoche 1600).

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RND/dpa

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