Nach Flutkatastrophe

Bundesamt will Katastrophenübungen mit Bevölkerung durchführen

Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über der Ahr in Altenahr (Luftaufnahme mit einer Drohne).

Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über der Ahr in Altenahr (Luftaufnahme mit einer Drohne).

Düsseldorf, Bonn. Der neue Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Ralph Tiesler, will die Bevölkerung stärker in Katastrophenschutzübungen einbinden. „Wir sehen die Bevölkerung nicht als Statisten, sondern als Akteure auf Augenhöhe, die für ihren eigenen Schutz auch selbst etwas tun“, sagte der oberste deutsche Zivilschützer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

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Er halte es deshalb für sinnvoll, sich gemeinsam auf Krisenszenarien auch mit Übungen vorzubereiten. „Wie das genau aussehen könnte, müssen wir diskutieren“, sagte Tiesler.

Flutkatastrophe machte Defizite bei Krisenbewältigung deutlich

Zum Jahrestag der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands nannte Tiesler als Hauptgrund für die „Riesen-Defizite bei der Krisenbewältigung“ eine mangelnde Zusammenarbeit der zentralen Stellen. Daraus hätten die Verantwortlichen gelernt und beim Bundesamt das Gemeinsame Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz eingerichtet, um alle an einen Tisch zu bringen.

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Neu sei, dass bei dem Kompetenzzentrum dauerhaft Partner der verschiedenen Ebenen vertreten seien und gemeinsam Vorsorge betreiben würden.

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69 Tote, Hunderte Verletzte – die schwer von der Flut getroffene Kurstadt Bad Neunahr-Ahrweiler beschreitet einen beschwerlichen Weg zurück zur Normalität.

Der Chef des in Bonn ansässigen Bevölkerungsschutz-Bundesamtes mahnte zudem mehr Geld und Stellen für seine Behörde an. Die Aufgaben seien mit den jüngsten Krisen wie Hochwasser, Dürren, Covid und aktuell dem Ukraine-Krieg dramatisch gewachsen. „Da wird ein weiterer Aufwuchs von Finanzmitteln und Personal notwendig werden“, sagte Tiesler.

RND/epd

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