Jugendorganisationen wollen längeres 9-Euro-Ticket

Verbandschefin der Verbraucherzentralen fordert 29-Euro-Ticket ab September

Ramona Pop (Bündnis 90/ Die Grünen), Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (Archivbild)

Ramona Pop (Bündnis 90/ Die Grünen), Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (Archivbild)

Berlin, Essen. Deutschlands oberste Verbraucherschützerin Ramona Pop hat sich für ein 29-Euro-Ticket ab September ausgesprochen. Die Verkaufszahlen und volle Züge zeigten, dass die Menschen das Ende August auslaufende 9-Euro-Ticket wirklich nutzen, sagte die Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Freitag).

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Die frühere Berliner Wirtschaftssenatorin Pop (Grüne) verwies auf die Vorteile eines bundesweiten Tickets für den Nahverkehr. „Man muss nicht mehr die komplizierten Tarifstrukturen verschiedener Verkehrsverbünde verstehen, um das richtige Ticket zu kaufen“, sagte sie. Mit einem günstigen Preis sei es für viele Menschen bezahlbar, klimaverträglich unterwegs zu sein. Zugleich müsse das Angebot vor allem im ländlichen Raum ausgebaut werden. „Der Abbau von Bahnstrecken in den vergangenen Jahrzehnten war eine Fehlentscheidung“, kritisierte Pop.

BUND, DGB, Fridays for Future und andere wollen längeres 9-Euro-Ticket

Ein Bündnis aus zehn Gewerkschaftsjugendorganisationen, Parteijugenden und Umweltverbänden drängt hingegen auf die Weiterführung des 9-Euro-Tickets bis Ende 2022 und als Anschlussangebot einen kostenfreien ÖPNV. „Wir fordern eine Weiterführung des 9-Euro-Tickets bis mindestens Ende dieses Jahres und langfristig kostenlosen Nahverkehr für alle“, kündigte die Initiatorin des Bündnisses und geschäftsführende Bundesjugendleitung der EVG-Jugend, Victoria Ebnet, im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) an.

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Gleichzeitig forderte Ebnet eine massive Personalaufstockung, „nicht nur bei der Bahn, sondern auch in der Industrie, um Fahrzeuge bauen zu können“. Die Kosten sollten durch die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen wie des Dienstwagenprivilegs und die Einführung etwa einer Kerosinsteuer finanziert werden, sagte Ebnet weiter.

Klare Mehrheit in Deutschland für günstige Nachfolge des 9-Euro-Tickets

Am größten ist die Zustimmung mit 90 Prozent bei den unter 30-Jährigen.

Dem Bündnis gehören den Angaben zufolge auch die BUND-Jugend, der Deutsche Bundesjugendring, die DGB-Jugend, die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten, die Grüne Jugend, die Linksjugend solid sowie Fridays for Future, die Naju und die Naturfreunde Jugend an.

RND/epd

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